Beatrix Jud will im Amt bleiben

Die Opfiker Stadträtin, die eine IV-Rente bezieht, meldet sich zu Wort. Sie gibt nun zu, dass sie staatliche Gelder erhält.

Hat bereits weitere Informationen angekündigt: Die Opfiker Stadträtin Beatrix Jud. Bild: David Baer

Hat bereits weitere Informationen angekündigt: Die Opfiker Stadträtin Beatrix Jud. Bild: David Baer

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Dass die Opfiker Stadträtin Beatrix Jud eine IV-Rente bezieht, wirft hohe Wellen. Gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestritt sie die Recherchen zunächst, heute Mittwoch bestätigt sie in einer einer schriftlichen Stellungnahme, eine Rente zu beziehen. Sie bestätigt, nach einem Hirnschlag 100 Prozent arbeitsunfähig gewesen zu sein, inzwischen habe sie ihre Leistungsfähigkeit wieder auf 30 Prozent aufbauen können.

Die verbliebene Arbeitsfähigkeit habe sie für ihr Mandat als Stadträtin von Opfikon eingesetzt, schreibt Jud. Sie habe trotz ihrer medizinischen Defizite die verlangten Leistungen auf allen Ebenen erbringen können.

«Wohnsitz beibehalten»

Für Kritik sorgte etwa, dass sie stets als erfolgreiche Unternehmerin auftritt. Vergangene Woche erklärte sie Tagesanzeiger.ch/Newsnet, sie arbeite 60 bis 80 Prozent als Treuhänderin und betreue Kunden in der ganzen Schweiz. Jetzt schreibt Jud, sie habe die operativen Tätigkeiten in ihren Unternehmen an Dritte übertragen. «Selbstverständlich führte die Abgabe dieser Funktionen auch dazu, dass ich aus diesen Unternehmen keine Löhne mehr beziehe», so Jud.

Sie sei festen Willens, ihr Mandat als Stadträtin weiterhin auszuführen, schreibt Jud weiter. Betreffend des Vorwurfs, sie führe einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit vom Wohnsitz ihres Ehemannes im Baselbiet aus, sagt Jud, dass sie ihren Wohnsitz trotz der Heirat stets in Opfikon behalten habe.

Jud ortet hinter den Enthüllungen «politische Gegner» und kündigt an, die Öffentlichkeit transparent zu informieren. «Ich bin im Moment dabei, gemeinsam mit der IV Informationen zusammenzutragen.» (rar/fxs)

Erstellt: 18.02.2015, 20:52 Uhr

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