Besetzer ziehen in Komponist Schoecks Haus

Das Einfamilienhaus des bedeutenden Schweizer Komponisten Othmar Schoeck wurde besetzt. Die Nachlassgesellschaft sorgt sich um kulturhistorisch wertvolle Gegenstände, die sich noch dort befinden.

Das besetzte Haus in Wollishofen: Hier wohnte der Komponist bis zu seinem Tod 1957.

Das besetzte Haus in Wollishofen: Hier wohnte der Komponist bis zu seinem Tod 1957. Bild: lokalinfo.ch

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Er war einer der bedeutendsten Komponisten der Schweiz, lebte aber bescheiden in einem Reiheneinfamilienhaus in Zürich Wollishofen. Nun ist das seit längerem leerstehende Häuschen von Besetzern in Beschlag genommen worden, wie «20 Minuten» am Donnerstag berichtet.

Für die Othmar-Schoeck-Stiftung, die sich um den Nachlass des Komponisten kümmert, ist dies besorgniserregend. In dem Haus befinden sich noch immer wertvolle Gegenstände aus dem Nachlass des 1957 verstorbenen Komponisten. Darunter ein Konzertflügel, auf dem er komponierte, und eine Bibliothek.

Wo ist Schoecks Tochter?

Offenbar wollte Schoecks Tochter nicht, dass die Othmar-Schoeck-Stiftung das Haus in Wollishofen betritt. 15 Jahre lang sei niemand mehr in das Gebäude hinein gelassen worden, so der Stiftungspräsident Thomas Wagner gegenüber der Quartierzeitung «Zürich 2». Zudem wisse niemand, wo sich Schoecks Tochter befindet. Sie sei lediglich in Zürich angemeldet.

Die Stadtpolizei Zürich sehe derzeit allerdings keinen Grund, das Haus wieder zu räumen. (tif)

Erstellt: 24.11.2011, 08:06 Uhr

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