Brand in Asylunterkunft

Heute früh hat es im Kellergeschoss der Asylunterkunft in Dietikon gebrannt. 21 Asylbewerber mussten evakuiert werden. Brandstiftung ist nicht auszuschliessen.

21 Asylbewerber wohnen in der städtischen Liegenschaft an der Zürcherstrasse 215 in Dietikon.

21 Asylbewerber wohnen in der städtischen Liegenschaft an der Zürcherstrasse 215 in Dietikon. Bild: net

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In der vergangenen Nacht kurz vor 2.30 Uhr meldete ein Anwohner des Durchgangszentrums an der Schönenwerdkreuzung in Dietikon, dass es im Keller des Hauses brenne und das Treppenhaus voller Rauch sei. Die sofort ausgerückte Stützpunktfeuerwehr Dietikon brachte den Schwelbrand rasch unter Kontrolle.

Trotzdem mussten die 21 Asylbewerber, ausschliesslich Männer, unverzüglich evakuiert werden. Viele von ihnen standen nur mit einem Pijama bekleidet und in Flipflops in der kalten Nacht. Sie wurden zuerst in einem Bus von Schutz und Rettung betreut und danach in der Turnhalle des nahe gelegenen Schulhauses Wolfsmatt untergebracht und von Angehörigen des Zivilschutzes betreut. Verletzt wurde niemand.

20'000 Franken Sachschaden

Durch den Rauch und den Russ ist im Kellergeschoss ein Sachschaden von 20'000 Franken entstanden. Da die Wasser-, Gas- und Stromleitungen überprüft werden müssen und es im Haus stark nach Rauch riecht, können die Bewohner derzeit noch nicht in ihre Unterkunft zurückkehren.

Sie konnten heute Nachmittag kurz in ihre Zimmer zurück, um die notwendigsten Sachen zu packen. Für die nächsten zwei Tage werden sie nun bei Freunden und Bekannten wohnen. Wer niemanden hatte, wurde von der auf die Betreuung von Asylsuchenende spezialisierten Organisation ORS auf andere Unterkünfte verteilt.

Brandstiftung möglich

Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Sie wird von Spezialisten des Brandermittlungsdienstes der Kantonspolizei Zürich untersucht. Nach ersten Erkenntnissen kann eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.

Nebst der Kantonspolizei standen die Feuerwehren Dietikon und Bergdietikon, ein Ambulanzteam sowie der Zivilschutz im Einsatz.

Erstellt: 20.01.2015, 13:59 Uhr

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