Carlos geht vors Obergericht

Der jugendliche Straftäter wehrt sich gegen seine Festnahme. Er befindet sich derzeit im Gefängnis Limmattal.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der sogenannte «Fall Carlos» wird nun auch noch das Zürcher Obergericht beschäftigen. Der junge Mann hat durch seinen Verteidiger am Mittwoch Beschwerde gegen seine Versetzung ins Gefängnis Limmattal eingereicht.

Das Gericht müsse prüfen, «ob die abrupte Änderung der Platzierungsform rechtlich korrekt und pädagogisch sinnvoll ist», heisst es in der Mitteilung des Anwalts. Bis zu seiner Verhaftung am letzten Freitag wohnte der 18-Jährige zusammen mit einer Betreuerin in einer Wohnung.

Justizdirektor nimmt Stellung

In einem Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens SRF über den Jugendanwalt Hansueli Gürber wurde der Fall des 18-jährigen Jugendlichen «Carlos» geschildert. Der Strafvollzug des mehrfach Vorbestraften kostet laut Gürber mindestens 22'000 Franken monatlich. «Carlos» wird von zahlreichen Fachleuten begleitet. Später hiess es, die Kosten betragen gar 29'000 Franken monatlich.

Der Film löste ein grosses mediales Echo aus. Auch im Zürcher Kantonsrat kam Unmut auf. Bis Ende Woche will die Justizdirektion einen Bericht zum Fall vorlegen. (ep/sda)

Erstellt: 04.09.2013, 11:31 Uhr

Tritt im Internet im Grossformat auf: Der jugendliche Straftäter auf Facebook. (Bild: Screenshot Facebook)

Artikel zum Thema

TV-Kritik: Mehr als der Fall Carlos

TV-Kritik Therapieren oder einsperren? Dies war nur eine von vielen Fragen in einem hochinteressanten «Club» zum Thema Opferhilfe. Mehr...

Fall Carlos: Teure Rundumbetreuung ohne Bewilligung

Der jugendliche Straftäter Carlos wurde bereits mit 11 Jahren zum ersten Mal verhaftet. Die Organisation, die den heute 18-Jährigen für 29'000 Franken betreute, tat dies ohne die nötige Lizenz. Mehr...

Carlos in geschlossene Anstalt verlegt

Der 18-jährige Staftäter ist zu seinem eigenen Schutz verlegt worden. Details zu seiner Verhaftung zeigen: Carlos wurde bereits am vergangenen Freitag festgenommen – mitten in Zürich. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Keine Kompromisse bei der Qualität

Den besten Kaffee herzustellen, ist ein aufwendiger Prozess. Ein Schweizer Unternehmen ist dabei top.

Kommentare

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Die Welt in Bildern

Spiel zwischen Mauern: Palästinensische Buben spielen in einem verlassenen Gebäude in Gaza Stadt. (21.Juni 2018)
(Bild: Mohammed Salem) Mehr...