Chantal Galladé fordert den Regierungssitz

Yvonne Beutler bleibt Stadträtin in Winterthur und will nicht in die Zürcher Kantonsregierung. Eine andere Winterthurerin hingegen erhebt regelrecht Anspruch auf die Nachfolge von Regine Aeppli.

«Heute ist die Zeit gekommen, wo ich nicht zurückstehe, sondern kandidiere»: Chantal Galladé (27. August 2013). Foto: Keystone

«Heute ist die Zeit gekommen, wo ich nicht zurückstehe, sondern kandidiere»: Chantal Galladé (27. August 2013). Foto: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Meine Priorität liegt ganz klar bei meiner Tätigkeit als Stadträtin und nicht bei meiner persönlichen Karriereplanung.» Diesen Entscheid teilte die Winterthurer Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP) gestern der kantonalen Parteileitung mit. Beutler steht für die SP-interne Kandidatenkür um die Nachfolge von Regine Aeppli somit nicht mehr zur Verfügung. Beutlers Hauptargument: Winterthur erlebe finanziell turbulente Zeiten; im Herbst stünden ein Entlastungsprogramm und die Umsetzung der Finanzstrategie an.

Gleichzeitig teilte die Winter­thurer SP-Nationalrätin Galladé mit, dass sie sich als Kandidatin beworben habe. Dabei argumentiert sie sehr direkt. Sie verweist auf ihr gutes Resultat bei den Ständeratswahlen 2007, als sie im ersten Wahlgang 10'000 Stimmen vor der heutigen Ständerätin Verena Diener (GLP) lag. Galladé betont, dass sie damals «schweren Herzens» zugunsten von Diener und eines «offenen und toleranten Kantons Zürich» auf den zweiten Wahlgang verzichtet habe. Sonst wäre wohl der heutige Bundesrat Ueli Maurer (SVP) Ständerat geworden. Felix Gutzwiller (FDP) hatte die Wahl bereits im ersten Wahlgang geschafft – Diener und Galladé hätten sich im zweiten gegenseitig Stimmen weggenommen.

Stärken im Bildungsbereich

«Heute ist die Zeit gekommen, wo ich nicht zurückstehe, sondern kandidiere», schreibt Galladé. Sie verweist im Bewerbungsschreiben auch auf ihre Stärken im Bildungsbereich: sechs Jahre im Kantons- und elf Jahre im Nationalrat als Mitglied der Bildungskommission. Zudem habe sie sich als Präsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission für «ökologische und soziale Sicherheit» engagiert: Streumunitionsverbot, Waffenschutz und Nein zum neuen Kampfjet.

Die weiteren Kandidaten der SP neben Mario Fehr: Nationalrat Daniel Jositsch, Nationalrätin Jacqueline Fehr, die Sternenberger Gemeindepräsidentin Sabine Sieber und die Klotener Stadträtin Priska Seiler, die ihr Dossier gestern eingereicht hat. Sie betont darin ihre Exe­kutiv­erfahrung sowie ihre gute Vernetzung im Kanton und bei den Gemeinden.

Erstellt: 09.07.2014, 07:31 Uhr

Artikel zum Thema

Yvonne Beutler verzichtet auf Regierungsratskandidatur

Die Winterthurer Finanzvorsteherin tritt nicht als Kandidatin für den Regierungsrat an. Vor allem aus einem Grund. Mehr...

Darf es auch ein Mann sein?

Nach dem Verzicht von Regine Aeppli sagen bei der SP vier Kandidaten: «Ja, ich will.» Selbst eine Dreierkandidatur steht zur Diskussion. Mehr...

Frau Korrekt

Der «Porno-Lehrer», der Konflikt um Professor S.: Regine Aeppli hat in letzter Zeit in mehreren Fällen zu reden gegeben. Viele sind mit der Bildungsdirektorin unzufrieden. Trotzdem gilt sie als gute Politikerin. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Gallery

Erleben Sie ein einmaliges Abenteuer in Australien

Unendliche Weiten und spektakuläre Landschaften: An diese zweiwöchige Reise werden Sie sich Ihr Leben lang erinnern.

Kommentare

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Die Welt in Bildern

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen: Menschen in «Txatxus»-Kostümen nehmen am traditionellen ländlichen Karneval in Lantz, Nordspanien, teil. (24. Februar 2020)
(Bild: Villar Lopez) Mehr...