Container für Studenten statt Luxuswohnungen

Auf dem Winterthurer Zeughausareal wird vorläufig nichts gebaut. Der Stadtrat will den Entscheid über die definitive Nutzung dieses Areals der nächsten Generation überlassen. Provisorien sind aber möglich.

Der Stadtrat könnte sich darauf ein Containerdorf für Studenten vorstellen: Zeughauswiese in Winterthur.

Der Stadtrat könnte sich darauf ein Containerdorf für Studenten vorstellen: Zeughauswiese in Winterthur. Bild: Google Maps

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Bis September 2013 hatte der Stadtrat eigentlich vorgehabt, auf dem Areal eine Überbauung mit teuren Wohnungen zu erstellen. Doch die Winterthurerinnen und Winterthurer machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Sie lehnten das Projekt «Henri et Jeanne» ab, das einen Verkauf des Areals für 10 Millionen Franken vorsah.

Seither gibt es für die drei Parzellen in Altstadtnähe keine konkreten Pläne. Dies soll nun auch für die nächsten 20 Jahre so bleiben. Über die zukünftige Nutzung solle die nächste Generation entscheiden, findet der Stadtrat.

Zwischennutzungen möglich

Die Gesamtbetrachtung des Areals sei zwar weiterhin wichtig. Zum heutigen Zeitpunkt bestehe aber keine Notwendigkeit, das Areal zügig zu entwickeln. Im Gebiet Neuhegi-Grüze stünden noch sehr grosse Flächen für Arbeitsplatz- und Wohnnutzung zur Verfügung.

In den kommenden 20 Jahren können die denkmalgeschützten Zeughäuser somit weiterhin zwischengenutzt werden, etwa durch eine Privatschule. Auf der kleinen Zeughauswiese kann sich der Stadtrat zudem quartierverträgliche temporäre Nutzungen vorstellen. Als Beispiel nennt er eine Containersiedlung für Studenten. Geeignete Ideen müssten aber von privater Seite her kommen, heisst es in der Mitteilung. (rgd/sda)

Erstellt: 27.10.2014, 10:54 Uhr

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