Das Outing von SVP-Kandidat Vogt

Hans-Ueli Vogt soll für die SVP ins Stöckli. Erstmals spricht er gegenüber den Medien über seine Homosexualität. Für ihn ist sie kein «ausschlaggebendes Merkmal» eines Kandidaten.

Kandidiert für die SVP als Zürcher Ständerat: Hans-Ueli Vogt.

Kandidiert für die SVP als Zürcher Ständerat: Hans-Ueli Vogt. Bild: zvg

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Hans-Ueli Vogt, der Zürcher Ständeratskandidat der SVP hat sich gestern im «Sonntagsblick» geoutet. «Ich habe dies vorher nicht öffentlich getan, weil ich meine Homosexualität nicht als ausschlaggebendes Merkmal eines Kandidaten sehe», sagt der 45-Jährige.

Das Herausstreichen von persönlichen Eigenschaften und damit auch der sexuellen Orientierung entspreche nicht seiner Wesensart. «Das heisst aber nicht, dass ich sie im Geheimen lebe. Der Journalist hat mich gefragt und ich habe ihm Auskunft gegeben.» An der Uni Zürich, wo Vogt als Professor Wirtschaftsrecht lehrt, und innerhalb der Partei hätten die meisten gewusst, dass er homosexuell sei. «Mir war hinblicklich meiner Ständeratskandidatur wichtig, dass dies in der Partei bekannt ist.»

Vogt ist aber der Meinung, dass er darüber hinaus nicht proaktiv seine Lebensform medial verkünden muss. Schliesslich agiere er hauptsächlich in wirtschafts- und staatspolitischen Bereichen, wo seine sexuelle Orientierung keine Rolle spiele. «Wäre ich in der Familienpolitik aktiv, sähe das vermutlich anders aus.»

Vogt ist der Ansicht: «Wer findet, dass meine Homosexualität ein Grund ist, mich nicht in den Ständerat zu wählen, soll mich nicht wählen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.02.2015, 19:55 Uhr

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