Der Kanton Zürich mit sagenhaften 400 Millionen Überschuss

Nach der Stadt Zürich verzeichnet auch der Kanton einen überraschenden Abschluss fürs Jahr 2016.

Der Kassenwart des Kantons Zürich: Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP).

Der Kassenwart des Kantons Zürich: Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP). Bild: Sabina Bobst

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Kürzlich hat die Stadt ein überraschendes Plus von 288 Millionen Franken bekanntgegeben. Heute Freitag hat der Kanton nachgelegt. Er vermeldet einen Ertragsüberschuss von 390 Millionen bei einem Ertrag von erstmals über 15 Milliarden. Budgetiert war ein Plus von 69 Millionen gewesen.

Der riesige Unterschied ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen, schreibt die Finanzdirektion von Ernst Stocker (SVP). Auf der einen Seite ist der Aufwand um knapp 300 Millionen gesunken. 213 Millionen sind auf tiefere sogenannte durchlaufende Beiträge zurückzuführen. Sie sind das Resultat einer neuen Verbuchungspraxis der Zuschüsse des Bundes etwa an die Universität und die Fachhochschulen. So sank zum Beispiel der Personalaufwand um 78 Millionen, wobei vor allem eine aufgelöste Rückstellung für die Sanierung der BVK ins Gewicht fällt.

Auf der anderen Seite «brachte» eine Neubewertung der Liegenschaften 91 Millionen und die Bilanzierung von Depotguthaben für Haftpflichtfälle beim Unispital 34 Millionen.

Kurz: Es waren Sondereffekte, welche die Bilanz verschönerten. Diese Effekte würden nächstes Jahr nicht mehr zu Buche schlagen, wie die Finanzdirektion betont. Mit anderen Worten: Gemäss Ernst Stocker ist das Sparprogramm Lü 16 weiterhin nötig. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.03.2017, 09:31 Uhr

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