Deutliches Ja zum Spital Affoltern

Die Stimmberechtigten aus dem Säuliamt haben sich mit 74 Prozent der Ja-Stimmen für ihr Spital entschieden. Damit sind die turbulenten Zeiten allerdings noch nicht überstanden.

Erleichtert: Spitaldirektor Michael Buik (rechts) und der Präsident der Betriebskommission Stefan Gyseler freuen sich über die grosse Zustimmung zum Spital.

Erleichtert: Spitaldirektor Michael Buik (rechts) und der Präsident der Betriebskommission Stefan Gyseler freuen sich über die grosse Zustimmung zum Spital. Bild: Dominique Meienberg

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Überwältigender Sieg für die Spitalbefürworter im Säuliamt: 74,52 Prozent der Stimmberechtigten haben sich für die gemeinnützige Spital AG ausgesprochen. Keine einzige Gemeinde hat sie abgelehnt. Im Bezirkshauptort Affoltern, wo das kleine Spital auch steht, beträgt das Stimmenverhältnis 3156 zu 857 Stimmen.

Stadtpräsident Clemens Grötsch, der früh mit der Nein-Parole vors Volk trat, muss eine herbe Niederlage einstecken. Er sagte heute, als das Resultat bekannt gegeben wurde: «Der Stadtrat wollte die Bevölkerung deutlich auf die finanziellen Risiken aufmerksam machen, welche eine Weiterführung mit sich bringen.» Nun habe das Stimmvolk bewusst entschieden, dass es das Spital behalten wolle. «Und dass es sich das auch etwas kosten lässt.»

Das Zittern geht weiter

Tatsächlich hat das Spital erheblichen Erneuerungsbedarf. Angedacht ist ein Neubau, der aber erst konkretisiert wird, wenn das Akutspital 2022 wieder den Sprung auf die Spitalliste des Kantons schafft.

Dies ist allerdings alles andere als sicher. Der Regierungsrat verkündete Anfang April, das Spital Affoltern sei für die Grundversorgung der Region nicht nötig.

Grosse Erleichterung

Stefan Gyseler, der Präsident der Spitalbetriebskommission, betonte: «Dieses Resultat ist eine Verpflichtung, uns um einen neuen Leistungsauftrag zu bemühen.» Ein erstes Treffen mit der Gesundheitsdirektion finde in einer Woche statt. Die Betriebskommission und die Spitalleitung bedankten sich in einer Medienmitteilung für das Vertrauen. Auch im Namen der Mitarbeitenden.

Das knappste Resultat gab es in Stallikon, einer Gemeinde, die stark nach Zürich ausgerichtet ist: Dort sprachen sich 568 Stimmberechtigte für die gemeinnützige Spital AG und 536 dagegen aus. Die Stimmbeteiligung betrug, über den ganzen Bezirk gesehen, gut 55 Prozent.

Auch Ja zu Pflegezentrum

Auch die IKA Pflegezentrum Sonnenberg wurde mit deutlichem Mehr von 81 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Und auch hier stimmten alle Gemeinden zu.

Damit die beiden Nachfolgeorganisation überhaupt gegründet werden können, musste aber auch der bisherige Zweckverband aufgelöst werden. Das erfolgte mit einem Ja-Stimmenanteil von über 91 Prozent. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.05.2019, 10:49 Uhr

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