Die Feuer in Elgg werden grösser

Gestern Nacht brannte es in Elgg zum 16. Mal innert 10 Monaten. Die letzten drei Brandanschläge waren grösser als die meisten zuvor.

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Letzte Nacht brannte es erneut in Elgg. Diesmal ging eine ganze Reithalle in Flammen auf. Die Brandursache ist zwar noch unklar. Nachdem aber seit Februar diesen Jahres bereits 15 Feuer auf Brandstiftung zurückzuführen sind, liegt die Vermutung nahe, dass auch dieser Brand gelegt wurde.

Noch nie war der Sachschaden so hoch wie dieses Mal. Gemäss ersten Schätzungen der Kantonspolizei handelt es sich um einige hunderttausend Franken. Zu Schaden kam auch diesmal niemand.

Drei Monate Ruhe

Bisher zündete der Brandstifter meist Holzschnitzellager und Holzbeige an, erst fünf Mal brannten Hütten oder Ställe: Ganz zu Beginn der Brandserie, am 11. Februar 2011, wurde beim Probelokal des Tambourenvereins ein Brandbeschleuniger durch das Fenster geworfen. Am 18. Februar werden die Strohballen eines Pferdestalls angezündet.

Es ist bis jetzt das einzige Mal, dass der mutmassliche Brandstifter das Feuer so nahe an Tieren oder Menschen legt, die Schaden nehmen könnten. Zehn Tage später brennt eine Jagdhütte vollständig aus. Im März und April brennen einige Holzbeigen und Scheite, danach ist für mehr als drei Monate Ruhe.

Anfang August werden wieder vier Holzbeigen angezündet. Am 23. September dann missglückt ein Brandanschlag auf eine leerstehende Villa in Elgg. Gut einen Monat später, am 29. Oktober geht eine Waldhütte in Flammen auf und gestern Nacht brannte nun die Reithalle nieder. Noch nie brannten drei mal in Folge Gebäude.

Ermittlungsstand unbekannt

Es ist aber noch nicht abschliessend geklärt, ob tatsächlich alle 16 Brandanschläge auf das Konto des selben Verursachers gehen. Ebenfalls unklar ist, ob die Polizei bereits über konkrete Anhaltspunkte verfügt, die sie auf die Spur des Täters führen könnte. Die Kapo hält sich aus ermittlungstaktischen Gründen bedeckt: Eine Sprecherin der Kantonspolizei gibt lediglich bekannt, die Fahndung nach dem Brandverursacher laufe auf Hochtouren und die Polizeipatrouillen im Raum Elgg seien verstärkt worden.

Erstellt: 18.11.2011, 16:36 Uhr

Chronologie der Brände in Elgg

11. Februar: Ein Holzschnitzellager brennt. In der selben Nacht wird Brandbeschleuniger durch das Fenster des Tambourenvereins geworfen.

18. Februar: Erneut brennt ein Holzschnitzellager. wenige Stunden später werden die Strohballen eines Pferdestalles angezündet.

28. Februar: Eine Jagdhütte brennt vollständig aus, der Sachschaden beläuft sich auf 30'000 Franken.

3. März: Zwei Holzscheite, eine Aadorf und die andere beim Weiler Weire gehen in Flammen auf.

15. März: Zwei Holzbeigen brennen nieder.

25. April: Eine 40 Meter lange Holzbeige geht in Flammen auf, die beinahe einen Waldbrand entfacht. Danach ist für eine Weile Ruhe.

Am 8., 9., 11. und 13. August: Wieder wird je eine Holbeige angezündet.

23. September: Ein Brandanschlag auf eine leerstehende Villa missglückt.

29. Oktober: Eine Waldhütte brennt nieder.

18. November: Die Reithalle in Elgg brennt lichterloh.

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