Die Passagiere mochten den Bag Drop

Am Flughafen sind die Tests für die automatisierte Gepäckaufgabe beendet. Ob die Geräte nun eingeführt werden, ist aber noch offen.

Bereits wieder abgebaut: Der Bag Drop beim Check-in 3.

Bereits wieder abgebaut: Der Bag Drop beim Check-in 3. Bild: ZU

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Momentan können Passagiere ihre Koffer in Kloten nicht mehr selber etikettieren und aufgeben. Ein Gerät, welches genau diesen Vorgang ermöglichte, hat der Flughafen Zürich nach Abschluss der sechsmonatigen Testphase abgebaut und an den niederländischen Hersteller Bag Drop zurückgeschickt.

Das heisst jedoch nicht, dass die Automaten in Kloten nicht mehr zum Einsatz kommen werden. «Ein Entscheid ist noch nicht gefallen», schreibt die Flughafen Zürich AG auf Anfrage. «Zuerst müssen Gespräche mit den Fluggesellschaften und den Abfertigungsfirmen über mögliche Formen der Zusammenarbeit geführt werden.» Unklar ist ebenso, ob Geräte für automatisierte Gepäckaufgaben vorgesehen sind, wenn ab nächstem Jahr das Terminal 2 umgebaut wird.

Nur für Swiss-Kunden

Das Testgerät wurde Anfang Februar beim Check-in 3 eingeführt und ausschliesslich von Swiss-Kunden benutzt. 20 000 Passagiere haben den Service seither ausprobiert. «Die Rückmeldungen waren dabei überwiegend positiv», sagt die Flughafenbetreiberin. «Die Abreisenden zeigten sich erstaunt, wie einfach das Gerät zu bedienen war.»

Um den Koffer selber aufzugeben, waren mehrere Schritte nötig: Koffer auf das Förderband zu stellen, am Bildschirm den Barcode des Flugtickets scannen und die Angaben bestätigen. Das Gerät erfasst das Gewicht und die Dimensionen des Gepäckstücks und druckt die entsprechende Etikette aus, welche der Kunde dann selbst um den Koffergriff klebt. Der Passagier bestätigt das Anbringen der Etikette, der Automat verschliesst darauf den Zugang zum Förderband und befördert den Koffer Richtung Gepäckkeller. Schliesslich müssen am Bildschirm noch Sicherheitsfragen beantwortet und die Quittung für das Gepäck entgegen genommen werden. Laut der Flughafen Zürich AG verlief dieser automatisierte Prozess im Durchschnitt etwa gleich lang wie derjenige an einem bedienten Schalter. Technische Schwierigkeiten liessen sich jeweils schnell beheben.

Erstellt: 05.09.2011, 06:29 Uhr

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