Die Turbostrecken von Zürich

Am Sonntag findet der Fahrplanwechsel im öffentlichen Verkehr statt. Hier sind die wichtigsten Änderungen im Zürcher Bus- und Schienennetz.

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Wenn am 12. Dezember 2010 der schweizweite Fahrplanwechsel über die Bühne geht, gibts für Passagiere im Zürcher Nahverkehr einigen Grund zur Freude. Überall im öffentlichen Verkehrsnetz kommt es zu Neuerungen, die das Reisen erleichtern.

Gute Neuigkeiten gibt es vor allem für all jene, die in Zürich mit dem Rollstuhl oder mit Kinderwagen unterwegs sind: Bei den Tramlinien 2, 3, 4, 7, 9, 11, 13 und 14 sind mindestens 50 Prozent der Fahrzeuge niederflurig. Auf den Linien 6 und 10 fahren ab kommendem Sonntag sogar ausschliesslich Niederflurfahrzeuge. Damit dürfte der Stau der Kinderwagen bei der Fahrt in den Zoo ein Ende haben. Nur auf den Linien 5, 8 und 15 werden keine Niederflurfahrzeuge eingesetzt.

Ohne Umsteigen durchs Limmattal

Auf dem Stadtnetz der VBZ gibt es zudem auf der Buslinie 46 nach Höngg Entlastung. «Dort sind zwischen 7 Uhr und 8.30 Uhr zwei Entlastungsbusse im Einsatz», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler auf Anfrage.

Als eigentliches Highlight bezeichnet Tobler auch die Neustrukturierungen auf dem gesamten Netz Limmattal Süd. «In diesem Gebiet sind mit der neuen Linie 314 umsteigefreie Direktfahrten von Birmensdorf nach Dietikon möglich und im Industriegebiet Bergermoos stehen grössere Fahrzeuge im Einsatz. Dadurch werden die Arbeitsplatzgebiete Ristet und Bergermoos erschlossen.» Weil es im Glattal jeweils zu Engpässen im Busbetrieb kam, gehts dort nun auch schneller vorwärts: In den frühen Morgenspitzen stehen werktags zusätzliche Fahrten der Linie 743 im neuen Fahrplan.

Neue Nachtbuslinien

Im Netz des ZVV nimmt die neue Tramlinie 12 am Wochenende den Betrieb auf. «Die Eröffnung der dritten und letzten Etappe der Glattalbahn ist das Highlight des diesjährigen Fahrplanwechsels», sagt ZVV-Sprecherin Ursula Hess gegenüber Tagesanzeiger.ch. Das Tram verkehrt zwischen Stettbach und dem Flughafen täglich von 5 bis 24 Uhr im durchgehenden 15-Minuten-Takt.

Auch das Nachtnetz wird weiter ausgebaut. «Im Raum Winterthur werden zwei neue Nachtbuslinien eingeführt. Zudem wird die SN 5 von Rapperswil bis nach Pfäffikon verlängert und die SN 1 verkehrt im Nachtnetz neu immer bis nach Aarau», so Hess.

Schneller ins Engadin

Im SBB-Fernverkehr wird ab Sonntag auf der Strecke von Zürich nach Salzburg respektive Wien das Angebot schrittweise auf fünf Railjet-Verbindungen erweitert. Dazu verkehren weiterhin zwei Nachtzüge: Ein Zug Zürich–Wien–Budapest sowie eine Verbindung nach Graz/Zagreb–Belgrad. Zudem werden die Intercity (IC) und Interregio-Anschlüsse (IR) aus Zürich nach Lyon optimiert.

Das Intercity-Angebot zwischen Zürich und Chur wird ebenfalls ausgebaut: Am Morgen fahren zwei zusätzliche Züge zwischen Zürich und Chur, die ohne Halt zwischen Zürich und Landquart verkehren. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit von und ins Unterengadin um rund 10 Minuten.

Erstellt: 10.12.2010, 11:12 Uhr

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