Drei Schulen unter einem Dach

Die Berufsfachschule, die Kantonsschule und die Höhere Fachschule von Uster beziehen nach den Frühlingsferien ihr neues Schulhaus. Das ermöglicht überraschende Synergien.

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Berufsschülerinnen und Berufsschullehrer in Uster können künftig einem Chor beitreten, Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ein Freifach mit Robotik und Automatik belegen. Das neue Bildungszentrum in Uster macht möglich, was andernorts undenkbar ist. Nach den Frühlingsferien werden die Berufsfachschule Uster, die Kantonsschule Uster und die Höhere Fachschule Uster ins neue Bildungszentrum ziehen. Der Chor wird dabei von der Kantonsschule organisiert und angeboten, die Berufsschule ist für das Freifach Robotik und Automatik zuständig – einer ihrer Kernbereiche, wie die beiden Rektoren Otto Schlosser (Berufsschule) und Patrick Ehrismann (Kantonsschule) gestern vor den Medien ausführten.

Ganz fremd sind sich Gymnasium und Berufsschule nicht, denn beide stehen seit Jahren räumlich nahe beieinander. Die Kantonsschule bezog nach dem definitiven Umzug von Dübendorf ihr Provisorium beim Berufsschulhaus in Uster. Auch die Berufsfachschule musste 2015 in ein Provisorium ziehen, da das alte Schulhaus Teil des neuen wurde. Das Provisorium der Berufsschule verschwindet ganz. Die Erst- und Zweitklässler der Kantonsschule müssen weiterhin in die Container. Das neu gebaute Bildungszentrum ist bereits schon wieder zu klein. Es hat nicht genügend Platz für alle Schülerinnen und Schüler.

Helle Räume und Gänge

Vom alten Gebäude der Berufsschule ist im neuen Schulhaus nichts mehr zu sehen. Die tragenden Mauern wurden wiederverwendet, die Aussenhülle mit viel Glas und Aluminium gibt nichts von der Vergangenheit preis. Die grossen Fensterfronten sorgen im Innern für sehr helle Räume und Gänge. Grundfarbe für die meisten Böden und Decken in den Gängen und Räumen ist ein dezentes Senfgelb, das alles in ein sanftes Licht rückt. Bei der Aula herrscht als Material Holz vor. Imposant ist die neue dreifache Sporthalle, die auch für Vereine der Region zur Verfügung stehen wird. Sie steht neben der alten, aber renovierten Dreifachturnhalle. Und in der Mensa sollen pro Tag 650 Mahlzeiten serviert werden.

Die Kantonsschule zählt heute 633 Schülerinnen und Schüler, die Berufsfachschule um die 1450, die jeweils ein bis zwei Tage pro Woche zur Schule gehen. Somit werden an einem Tag bis zu maximal 1200 Jugendliche im Bildungszentrum von insgesamt 220 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Für den Bau hat der Kantonsrat insgesamt 126 Millionen Franken bewilligt. Dieser Kredit sei nicht ausgeschöpft worden, sagte gestern David Vogt vom kantonalen Hochbauamt. Dieses hat das Projekt des Zürcher Büros VPA Architekten Voelki Partner AG realisiert. Vogt rechnet mit Gesamtkosten von unter 110 Millionen. Es sei wahrscheinlich das günstigste Schulhaus, das im Kanton je erstellt worden sei, sagte Vogt. Miteingerechnet ist die grösste Fotovoltaikanlage, die der Kanton je gebaut hat. Energetisch sei das Haus damit auf dem besten Stand. Davon seien auch die Kantonsschüler überzeugt, sagte Rektor Ehrismann. «Selbst die Schülerinnen und Schüler, die an die Klimademos gehen, sind zufrieden.»

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.04.2019, 07:25 Uhr

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