Ein Buch, das seine Leser ruinieren könnte

Heute Dienstag ist die zweite Auflage des grössten Zürcher Einkaufsführers «Zürich kauft ein» erschienen. Dort werden 330 Läden porträtiert, die wohl alle einen Besuch wert sind.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein: Deshalb stellt «Zürich kauft ein» auch die Metzgereien der Stadt vor.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein: Deshalb stellt «Zürich kauft ein» auch die Metzgereien der Stadt vor. Bild: Felix Schindler

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Wer glaubt, er kenne Zürich, kann sich ab sofort eines Besseren belehren lassen. Heute Dienstag erscheint die zweite Auflage von «Zürich kauft ein», ein Einkaufsführer mit exakt 330 Empfehlungen von Läden in und um die Stadt Zürich.

Und darunter werden selbst hartgesottene Shopper zahlreiche Neuentdeckungen machen. Oder kennen Sie etwa Andy’s Motorbooks, ein Buchladen im Kreis 4 für Autofans? Oder Fiinschliff, laut «Zürich kauft ein» einer der schönsten Veloläden der Stadt?

Natürlich lässt es sich für einen Einkaufsführer mit diesem Umfang nicht verhindern, dass die Auswahl der Empfehlungen sehr heterogen ausfällt. Doch das macht genau den Reiz des dicken Magazins aus: Auf den 26 Bestenlisten gesellen sich stadtbekannte Läden wie etwa der Grieder am Paradeplatz zu Familienbetrieben wie Basmans Modeatelier und Newcomern wie der Bikinischneiderei Noelie und Loulou im Kreis 4.

Jüngerer Bruder von «Zürich geht aus»

Alle Autoren testen die Läden, ohne sich als Journalisten geoutet zu haben. Weder Verlag noch Anzeigenkunden hätten Einfluss auf die Auswahl der Empfehlungen, verspricht Chefredaktor Wolfram Meister. Auf knapp 200 Seiten werden die Läden sorgfältig porträtiert und nach Stadtkreisen sortiert. Auf 26 Bestenlisten werden jeweils die Leuchttürme der jeweiligen Sparte wie Alles für Feinschmecker oder Futter für Leseratten geehrt.

Der Name der Publikation verrät bereits seine Verwandtschaft mit dem ähnlich konzipierten Restaurantführer «Zürich geht aus». Wie in diesem werden in Meisters jüngstem Zögling nur Empfehlungen abgegeben – Verrisse haben keinen Platz. Anders als die «Geht-aus-Familie» ist «Zürich kauft ein» bisher in keiner anderen Stadt erschienen. (fsc)

Erstellt: 15.11.2011, 16:27 Uhr

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