Eine App für alle Notfälle

Als erster Kanton hat Zürich eine Notfall-App für alle Mitarbeitenden von Schulen und Heimen lanciert. Die Amok-Checkliste ist aber nicht öffentlich.

Die Notfall-App kann gratis im Apple- beziehungsweise Google-Store heruntergeladen werden.

Die Notfall-App kann gratis im Apple- beziehungsweise Google-Store heruntergeladen werden. Bild: Bildungsdirektion

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Mit der neuen Notfall-App hat die Bildungsdirektion Neuland beschritten. Mit ihr können die rund 20'000 Lehr- und Betreuungspersonen im Kanton Zürich in Notfallsituationen rasch und ortsunabhängig auf wichtige Informationen und Telefonnummern zugreifen. Die App enthält Checklisten zu verschiedenen Notfallereignissen und direkt anwählbare Rufnummern von Blaulichtorganisationen.

«Ein Smartphone hat man immer dabei, somit hat man auch die wichtigen Informationen immer dabei», sagt Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) an der Medienkonferenz von heute Freitag. Die Kosten für die eineinhalbjährige Entwicklung und Realisierung der App beliefen sich auf 270'000 Franken.

Interne Version für einzelne Schulen

Die Notfall-App bietet einerseits Grundinformationen zu verschiedenen Notfallszenarien wie Unfall, Feuer, Gewalt, Vermisst, Evakuation und Todesfall, andererseits eine Checkliste, worauf der Anrufer achten muss.

Auf einer internen Version der App können Schulen, Heime und Horte die Telefonnummern der eigenen Krisenorganisation abspeichern und allen Mitarbeitenden zur Verfügung stellen. Die einzelnen Schulen müssen sich für diese interne Version bei der Bildungsdirektion registrieren lassen.

Bei Ausflügen und während Lagern können die Lehrer zusätzlich die Telefonnummern von örtlichen Notdiensten, Lagerverantwortlichen und Begleitpersonen erfassen.

Gratis im Apple- und Google-Store

Auf der internen Version ist auch eine Amok-Checkliste installiert. Aus Sicherheitsgründen ist diese aber nur für die Schulverantwortlichen ersichtlich, beispielsweise das Verhalten und die Vorgehensweise bei einem Schulamoklauf.

Die Notfall-App ist zwar für Schulen und Heime erstellt worden, sie kann aber auch von Privatpersonen gratis im Apple- und Google-Store heruntergeladen werden, bietet sie doch hilfreiche Tipps und Vorgehensweisen bei «normalen» Notfällen (Stichwort «Notfall-App Bildungsdirektion Zürich»). (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.07.2015, 12:20 Uhr

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