Elf Personen nach Raubzügen verhaftet

Im Zusammenhang mit Raubzügen im Zürcher Unterland konnten acht Jugendliche und drei Erwachsene verhaftet werden. Bei den Angriffen waren mehrere Personen verletzt worden, ein Opfer erlitt schwere Kopfverletzungen.

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Im Zürcher Unterland kam es seit Mai 2008 zu mehreren Raubtaten, bei denen verschiedene Personen verletzt wurden. «Ein knapp 17-Jähriger erlitt dabei potentiell lebensbedrohliche Kopfverletzungen», sagt die leitende Jugendanwältin der Jugendanwaltschaft Unterland, Christa Piraccini-Allenbach, auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch.

Mit Faustschlägen und Fusstritten traktiert

Gemäss bisherigen Erkenntnissen gingen die Angeschuldigten wiederholt in ähnlicher Art und Weise vor. Die zumeist Jugendlichen wurden von Erwachsenen in wechselnder Zusammensetzung durch die Bezirke Bülach und Dielsdorf gefahren. In der Nähe von möglichen Opfern wurden die Autos angehalten. «Die Opfer wurden dann mit einer belanglosen Frage angsprochen, unvermittelt mit der Faust niedergeschlagen, mit Fusstritten traktiert und danach beraubt», so Piraccini.

Im Zusammenhang mit diesen Vorfällen konnten insgesamt elf Personen verhaftet werden, zehn befinden sich derzeit noch in Haft. Bei den Festnahmen waren verschiedene Waffen sichergestellt worden, deren Herkunft und Verwendungszweck noch geprüft wird. Wie es zu den Verhaftungen kam, wollte Piraccini aus untersuchungstaktischen Gründen nicht bekannt geben. «Wir klären derzeit die Tatbeteiligungen und weitere Hintergründe zur Tat ab. Zudem suchen wir weitere Opfer oder Zeugen der Vorfälle», betont sie. «Aufgrund der bisherigen Aussagen der Geschädigten kann man sicher sagen, dass es sich hier nicht um leichte strafbare Handlungen handelt.» (tif/ap)

Erstellt: 18.08.2008, 11:16 Uhr

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