«Eltern von Sauf-Sprösslingen waren nie imstande, die Verantwortung zu tragen»

Die massive Belästigung durch Halbstarke bei der Esso-Tankstelle in Effretikon bewegt die Leser von Tagesanzeiger.ch. Eine Auswahl pointierter Meinungen und Lösungsvorschläge.

Junge Alkoholkäufer an der Tankstelle: Lesern fordern ein Verkaufs- und Konsumverbot.

Junge Alkoholkäufer an der Tankstelle: Lesern fordern ein Verkaufs- und Konsumverbot. Bild: Beat Marti

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Effretikon hat ein Problem, das exemplarisch ist für die Situation in zahlreichen anderen Gemeinden auch: An Tankstellen treffen sich spätabends Jugendliche, die lärmen, trinken und pöbeln. Viele Leser auf Tagesanzeiger.ch sehen den Ursprung des Problems bei der Erziehung, wie sie in Kommentaren schreiben: «Haben denn all diese Halbwüchsigen keine Eltern, die man auch endlich einmal in die Pflicht nehmen könnte?», fragt Andreas Helfenstein.

Doch so einfach ist das Problem nicht zu lösen, denn viele der Jungen sind bereits volljährig. Deshalb ist Karl Brunner der Meinung: «Die Eltern von Sauf- und Gröl- Sprösslingen waren nie imstande, die Verantwortung zu tragen.» Nun sind sie froh, wenn der Nachwuchs über 18 Jahre alt ist und sich ausser Haus aufhält, damit sie die Verantwortung «endlich auch rechtlich los sind».

«Alkoholverbot bis 21 Jahre»

Um gegen die Missstände vorzugehen, schlagen die Leser verschiedene Wege vor. «Da die Eltern jetzt nichts mehr zu sagen haben, ist die Politik gefordert», schreibt Hampi Metzger. Marc Schütz fordert nicht nur ein Verkaufsverbot, sondern ein «Konsumverbot für Alkohol bis 21 Jahre».

Nicht ganz so weit würde Franz Karrer gehen. Er schlägt vor, die Öffnungszeiten bis 21 Uhr zu begrenzen und generell keinen Alkohol mehr in den Shops zu verkaufen. Zudem sollen die Tankstellen nach der Ladenschliessung umzäunt werden. Er empfiehlt: «Nachtruhestörer und Drohungen konsequent anzeigen.» Alois Tobler würde zudem die betroffenen Tankstellen grossflächig mit Videokameras überwachen. Zudem habe er in einem ähnlichen Fall in seiner Nähe das Gespräch mit den Jugendlichen gesucht. «Nun ist es ganz okay», schreibt Tobler.

Unweit der Tankstelle in Effretikon wohnt Emilio Prata: «Ich kann die betroffenen Menschen nur allzu gut verstehen.» Von seinem Wohnort kann er das nächtliche Gejohle gut hören. «Allerdings ist und bleibt Effretikon eine Schlafstadt, die für junge Menschen zu wenig bietet.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.07.2010, 13:58 Uhr

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