«Es zog mir die Haut ab wie eine Socke»

Am vergangenen Samstag riss ein Töfffahrer die Triathlon-Olympiasiegerin Brigitte McMahon vom Rad. Jetzt erzählt sie von ihrem Unfall.

Kollision: Der Töfffahrer prallte erst in Brigitte McMahon, dann in ein Auto.

Kollision: Der Töfffahrer prallte erst in Brigitte McMahon, dann in ein Auto. Bild: Newspictures/Marcus Hurni

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Die 44-jährige Triathlon-Olympiasiegerin Brigitte McMahon verunfallte am vergangenen Samstag auf der Buchenegg in Adliswil. Lange war unklar, wie schwer die Sportlerin verletzt ist. McMahon ist nun wieder zu Hause und sprach mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Der Unfall ereignete sich am vergangenen Samstag. Die Triathletin war auf ihrem Rennrad bergwärts unterwegs, als ein Auto zu ihr aufschloss. Ans Überholen war nicht zu denken, worauf die Autolenkerin hinter McMahon verblieb. Wie die Polizei nach dem Unfall mitteilte, kam ein 21-jähriger Töfffahrer den beiden entgegen. Er verlor in der Kurve die Kontrolle über sein Motorrad, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte erst in die Velofahrerin dann in den Wagen. McMahon musste mit mittelschweren Verletzungen ins Spital und wurde dort operiert.

Frau McMahon, wie geht es Ihnen?

Es geht mir wieder gut. Ich hatte an diesem Tag unzählige Schutzengel – es hätte viel schlimmer enden können. Zu meinem Glück rammte mich der Motorradfahrer frontal. So schleuderte mich der Aufprall nach vorne.

An was erinnern Sie sich?

Ich sah das Motorrad auf mich zuschlittern. Alles ging so schnell, ich hatte keine Möglichkeiten mehr zu reagieren. Dann der Knall und schon lag ich auf dem Rücken und wusste, ich kann nicht aufstehen. Der junge Töfffahrer verhielt sich vorbildlich. Kaum auf den Beinen, umsorgte er mich und entschuldigte sich tausendmal.

Wie schwer sind Ihre Verletzungen?

Es ist vor allem ein Schienbein lädiert. Es zog mir die Haut unterhalb vom Knie wie eine Socke ab. Die Ärzte mussten diese Fleischwunde unter Vollnarkose reinigen und die Haut wieder annähen.

Werden Sie nach diesem Unfall wieder in den Velosattel steigen?

Klar. Mit dieser Gefahr habe ich schon immer gelebt. Wenns passieren muss, passierts. Ich hatte bisher aber immer Glück. Natürlich kam ich auch schon haarscharf davon. Es gibt in solchen Situationen meistens ein Zeitfenster, während dem ein Radfahrer noch reagieren kann. Diesmal ging einfach alles zu schnell. Ich werde mich künftig wieder auf meine Schutzengel verlassen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.09.2011, 11:01 Uhr

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