Euro: Hoteliers ziehen negative Bilanz

Tausende kamen für die Euro nach Zürich. Trotzdem hat sich das Spektakel für die Hoteliers nicht gelohnt. Ganz im Gegenteil.

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Die Euro 2008 hat den Zürcher Hoteliers kein Plus gebracht. Die Fussballfans verdrängten Kongressteilnehmer, Geschäftsleute und klassische Städtereisende, wie Zürich Tourismus am Freitag mitteilte. 77,1 Prozent betrug im Juni 2008 die Zimmerauslastung in den Hotels der Stadt Zürich - im Juni 2007 lag die Auslastung bei 81 Prozent. Traditionell sei der Juni besonders stark im Kongress- und Geschäftstourismus, sagte Zürich-Tourismus-Direktor Frank Bumann auf Anfrage. Wegen der Euro gab es diesmal aber bloss in der letzten Juniwoche Kongresse. Bumann hofft nun auf den Herbst.

Zürich Tourismus trotzdem zufrieden

Dass Zürich Tourismus seit einem Jahr in Italien und Frankreich direkt das Publikum anspricht, nicht mehr nur indirekt über Reisebüros, hat sich ausgezahlt. Auf die Euro 2008 hin wurden die Aktivitäten verstärkt.

Schon bei den Qualifikationsspielen habe man Medienkonferenzen veranstaltet, sagte Bumann. Ausländische Journalisten wurden eingeladen und mit Hintergrundmaterial zur Schweiz versorgt.

Sechs Mal soviele Rumänen

Im Euro-Monat Juni stieg die Anzahl Gäste aus Italien und Frankreich denn auch deutlich an. In der Stadt Zürich und in der Flughafenregion verbrachten Gäste aus Italien 11 897 Nächte - ein Plus von 76,4 Prozent gegenüber dem Juni 2007. Bei den Franzosen betrug die Zunahme 26,2 Prozent, die Anzahl Übernachtungen lag bei 10 152.

Die allerstärkste Zunahme aber wurde bei den Rumänen verzeichnet- allerdings auf tiefem Niveau: Gleich sechseinhalb mal mehr Nächte im Hotel (plus 650,1 Prozent) verbrachten Rumänen in der Stadt Zürich und in der Flughafenregion. Insgesamt waren das aber doch bloss 6608 Nächte. (fsc/sda)

Erstellt: 08.08.2008, 14:10 Uhr

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