FDP Zürich steigt mit Ruedi Noser ins Rennen – und nur mit Noser

Nationalrat Ruedi Noser tritt als Bundesratskandidat an. Auf weitere Kandidaturen will die FDP des Kantons Zürich jedoch verzichten.

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Man habe den Auftrag der FDP Schweiz, die besten Politiker für die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz zu empfehlen, sagte der Präsident der Zürcher FDP, Beat Walti, unlängst. Und er schloss dabei nicht aus, mehrere Kandidaten ins Rennen zu schicken.

Vor wenigen Minuten gab die FDP des Kantons Zürich jedoch bekannt, dass sie nur eine Einerkandidatur anmeldet. Sie wird der Delegiertenversammlung einzig den 49-jährigen Nationalrat Ruedi Noser als Bundesratskandidat empfehlen. Damit will der Zürcher Freisinn seinen Anspruch bekräftigen, nach über 20 Jahren wieder einen Bundesrat zu stellen. Noser hatte sein Interesse bereits am vergangenen Freitag bekannt gegeben. Der Parteivorstand habe sich am Mittwoch einstimmig dafür ausgesprochen, ihn ins Rennen zu schicken, sagte Beat Walti, Präsident der FDP Kanton Zürich, vor den Medien. Noser entspreche dem Wunschprofil der Zürcher FDP für einen Bundesrat.

Bereits vorher haben die Regierungsrätin Ursula Gut und der Ständerat Felix Gutzwiller abgesagt. Thomas Heiniger liess heute verlauten, dass er ebenfalls nicht antreten will. Der Winterthurer Nationalrat und Vizepräsident der FDP Schweiz, Markus Hutter, teilte heute ebenfalls mit, dass er auf eine Kandidatur verzichtet.

«Ich stamme aus einfachen Verhältnissen»

Im Bundesrat würde er sich für eine starke Wirtschaft mit möglichst vielen Arbeitsplätzen und den Finanzplatz Schweiz einsetzen, sagte Noser. Und schliesslich wolle er auch, dass die Schweiz wieder einfacher und weniger bürokratisch werde. Er sei kompromissfähig, aufs Gesamtwohl ausgerichtet, international erfahren und ein guter Brückenbauer. Als solchen bezeichnet sich Noser auch, weil er kürzlich erst aus Genf zurückgekehrt ist, wo er ein Jahr lang mit seiner Familie gelebt hatte. «Nebst dem sprachlichen Nutzen habe ich in der Romandie ein starkes Netzwerk aufgebaut», sagte er.

Ausserdem wies Noser auf seine Wurzeln hin: «Ich stamme aus einfachen Verhältnissen, ich bin im Glarnerland als eines von fünf Kindern aufgewachsen.» Trotz seiner Legasthenie habe er ein Studium zum Elektroingenieur absolviert. Und «ganz ohne Vitamin B» sei es ihm gelungen, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Ruedi Noser gehört dem Nationalrat seit 2004 an. Von 1999 bis 2009 war er Mitglied der Geschäftsleitung der FDP Schweiz, sechs Jahre lang als Vizepräsident der FDP Schweiz. Noser lebt in Wetzikon ZH, ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.08.2010, 15:50 Uhr

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