Fall Flaach: Vater äussert sich erstmals

Er habe seiner Frau verziehen, sagt Mike K. Diese hatte an Neujahr in Flaach ZH die gemeinsamen Kinder erstickt.

In diesem Haus in Flaach ZH wurden am Neujahrstag die beiden Kinder getötet.

In diesem Haus in Flaach ZH wurden am Neujahrstag die beiden Kinder getötet.

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Mike K. sass in Untersuchungshaft, als er vom Tod seiner beiden Kinder erfuhr. Seine Frau hatte am Neujahrstag die zweijährige Tochter und den fünfjährigen Sohn umgebracht, vermutlich weil sie diese nicht zurück ins Heim bringen wollte. Die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) hatte die vorübergehende Unterbringung in einem Heim angeordnet, weil sie die Familiensituation als instabil erachtete.

Nun spricht Mike K., gegen den ein Verfahren wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Betruges läuft, erstmals über die Tat. Gegenüber dem «Blick» sagt, er habe seiner Frau verziehen. Es sei eine «reine Verzweiflungstat» gewesen, seine Frau habe die Kinder schützen wollen. Der Kesb wirft Mike K. vor, sie habe seine Frau angelogen und im Stich gelassen. Er kündigt eine Strafanzeige gegen die Behörde an.

(thu)

Erstellt: 21.03.2015, 11:46 Uhr

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