Falsche Spendensammler geschnappt

Drei junge Rumänen haben im Zürcher Seefeld vorgegaukelt, sie würden Geld für eine Hilfsorganisation sammeln. Sie merkten nicht, dass sie dabei beobachtet wurden.

Hier in der Nähe gingen die drei jungen Männer der Polizei ins Netz: Die Blatterwiese im Zürcher Seefeld.

Hier in der Nähe gingen die drei jungen Männer der Polizei ins Netz: Die Blatterwiese im Zürcher Seefeld. Bild: Walter Bieri/Keystone

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Fahnder der Zürcher Stadtpolizei sind gestern Nachmittag im Seefeldquartier auf drei junge Männer aufmerksam geworden. Diese seien in der Nähe der Blatterwiese am Seeufer auf Passanten zugegangen, hätten Spendenformulare vorgewiesen und Geld gesammelt, schreibt die Polizei heute in einer Mitteilung.

Nachdem jemand den drei Männern Geld gegeben hatte, schritten die Fahnder zu einer Kontrolle. Dabei zeigte sich, dass die Formulare nicht wirklich von einer Hilfsorganisation stammten. Die Polizisten verhafteten die angeblichen Spendensammler – drei Rumänen im Alter von 18, 19 und 26 Jahren, die auf diese Weise zu Geld kommen wollten, wie sie zugaben.

Immer die Bewilligung zeigen lassen

Die Stadtpolizei warnt, dass in der Stadt Zürich immer wieder Bettler auftauchen, die angeblich im Namen einer Organisation Spenden sammeln. Sie zeigen Spenderlisten mit einer Kontaktadresse vor und bitten um Bargeldbeiträge, zum Beispiel für körperlich Behinderte oder Taubstumme.

Wenn jemand für eine Organisation auf der Strasse Spenden sammelt, braucht es dazu eine Bewilligung der Stadtpolizei. Die Polizei rät, sich diese Bewilligung und einen Ausweis der Organisation zeigen zu lassen, wenn man angesprochen wird. Im Zweifelsfall solle man nichts spenden und seine Beobachtungen der Polizei melden. (hub)

Erstellt: 05.06.2015, 12:39 Uhr

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