Gemeinden sollen bei erneuerbaren Energien voranschreiten

Regierungsrat Markus Kägi fordert die Gemeinden auf, die erneuerbaren Energien zu fördern. Durch Sanierungen könnte zudem Holz ein wichtiger Energieträger werden.

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Voraussetzung dafür sei allerdings eine bessere Isolation der Häuser, sagte Baudirektor Markus Kägi am Donnerstag in Thalwil.

Nur mit einer markanten Steigerung der Energieeffizienz könnten erneuerbare Energien und Abwärme einen namhaften Teil zur Energieversorgung leisten, stellte der SVP-Regierungsrat an einer Tagung über «Erneuerbare Energien im Kanton Zürich» fest. Das vorhandene Potenzial sei beträchtlich.

Würde der gesamte Baubestand im Kanton nach Minergie-Standard saniert, könnte laut Kägi mit einheimischem Holz der Wärmebedarf von 10 Prozent aller Häuser abgedeckt werden. Der Kanton Zürich hätte genügend Energieholz, um rund 5 Prozent der Bauten zu beheizen. Tatsächlich genutzt würden jedoch nur 2,5 Prozent.

320'000 Tonnen weniger Öl verbraucht

«Der Kanton hat zwischen 2003 und 2007 über 230 Energie-Projekte mit Steuererleichterungen und Förderbeiträgen unterstützt», sagte Kägi. Neben Sanierungen im Minergie-Standard seien es vor allem Holzfeuerungen und Anlagen zur Nutzung von Abwärme und Wärme aus Abwasser oder Seewasser gewesen.

Damit hätten 3600 Gigawattstunden Energie oder 320'000 Tonnen Heizöl eingespart werden können. Der CO2-Ausstoss sei um knapp eine Million Tonnen verringert worden.

Gemeinden sollen Vorbild sein

Die erneuerbaren Energien deckten heute im Kanton Zürich zusammen mit Abwärme aus industriellen Prozessen rund 5 Prozent des Enegiebedarfs, hielt Kägi vor Gemeindevertretern und Mitgliedern des Kantonsrates fest. Es sei jedoch Potenzial vorhanden, um 50 Prozent des Wärmebedarfs zu decken.

Mit gutem Beispiel vorangehen müssten die Gemeinden und Städte, sei es mit einer Holzschnitzelfeuerung für das neue Alterszentrum, einer Wärmepumpe für das Gemeindehaus oder einer Solaranlage für das Sportzentrum. All dies stärke das Vertrauen der Bevölkerung in neue Technologien, betonte der Baudirektor. (ep/sda)

Erstellt: 18.09.2008, 17:38 Uhr

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