Graffiti mit der Erlaubnis der Stadt

Ab heute werden beim Bellevue Hunderte Quadratmeter Fläche von Graffitikünstlern gestaltet. Die Stadt will mit der Spraykunst Schmierereien verhindern.

Bald in Farbe: Die eintönigen Holzwände rund um die Baustelle Quaibrücke werden von Sprayern gestaltet.

Bald in Farbe: Die eintönigen Holzwände rund um die Baustelle Quaibrücke werden von Sprayern gestaltet. Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Bei der Baustelle an der Quaibrücke arbeiten während einer Woche Graffitikünstler. Sie wurden von der Stadt Zürich beauftragt, rund 700 Quadratmeter Stellwände zu besprayen. Drei Teams sind am Werk: One Truth, Artworks und Soup. Die etwa zehn Leute haben den Job, die braunen Holzwände in «ein Farbspektakel der anderen Art» zu verwandeln, wie die Fachstelle Graffiti der Stadt Zürich mitteilt.

«Sie werden nicht sehr detailliert arbeiten können», sagt Priska Rast, Graffitibeauftragte von Zürich. Das sei bei Baustellenkunst aber auch nicht das Ziel. Auftrag sei, die grosse Fläche so zu gestalten, dass den vielen Touristen und Passanten ein farbenfrohes Bild geboten werde und Schmierereien verhindert werden. Deshalb habe man sich für diese Aktion entschieden.

Günstiger als die Reinigung

Rast ist sich bewusst, dass die Bilder der Profis nicht vor anderen Sprayern oder Vandalen geschützt sind. «Erfahrungsgemäss kann es in Ausnahmefällen zu Schmierereien kommen», sagt Rast. Wenn diese persönlichkeitsverletzend sind, schreitet die Fachstelle Graffiti ein und lässt sie entfernen.

Wie viel die legalen Sprayereien kosten, kommuniziert Rast nicht. Es werde vor allem das Material bezahlt, einen regulären Lohn erhalten die Sprayer nicht. «Die Ausgaben liegen deutlich unter den Kosten, die eine permanente Reinigung der Baustellenwände verursachen würde», sagt Rast.

Die Sprayereien sollen den ganzen Sommer über «das Begehen der Wege entlang der Baustelle auch zu einem künstlerischen Ereignis machen», schreibt die Stadt. Voraussichtlich im November werden die Stellwände wieder entfernt. Dann verschwinden auch die Graffiti wieder. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.05.2015, 10:50 Uhr

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