Historischer Erfolg für die Kantonspolizei

2247 Vollzeitstellen sind dem Kantonspolizei-Korps von der Politik einst zugestanden worden - seit neuestem sind all diese Stellen endlich besetzt.

Zwei Kantonspolizisten bei einer Verhaftung im Hauptbahnhof in Zürich.

Zwei Kantonspolizisten bei einer Verhaftung im Hauptbahnhof in Zürich. Bild: Martin Ruetschi/Keystone

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Erstmals seit 25 Jahren hat die Zürcher Kantonspolizei all ihre Stellen besetzt. Damals entscheid die Politik, dass für die Sicherheit im Kanton Zürich 2247 Polizisten nötig sind – ein Wert, der seither unverändert gilt, aber aufgrund knapper Mittel nie erreicht wurde.

Vor wenigen Tagen jedoch ist dieser oft beschworene Sollbestand erfüllt worden, wie Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) heute Donnerstag vor den Medien bekannt gab. Den Ausschlag gaben 20 Aspirantinnen und Aspiranten, die in die Polizeischule eintraten.

Entlastung durch Sicherheitsassistenten

Verschiedene «Hintergrund»-Stellen sind im Sollbestand für das Polizeikorps nicht inbegriffen. Laut Fehr liegt der gesamte Personalbestand der Kantonspolizei bei rund 3800 Stellen.

Die Strategie gehe dahin, für Tätigkeiten, die keine voll ausgebildeten Polizeikräfte bedingen, so genannte Sicherheitsassistenten einzusetzen und damit das Korps zu entlasten. 100 solcher Sicherheitsassistenten sind etwa am Flughafen im Einsatz.

Kriminalität geht zurück

Mit der Vollbesetzung erreicht die Regierung kurz vor Ende der Legislatur 2011-2015 ein ausdrückliches Legislaturziel. Dadurch ist die Polizei im ganzen Kantonsgebiet präsenter und kann wichtige Posten im Hauptbahnhof Zürich sowie im Bahnhof Winterthur länger offen halten.

Laut Polizeikommandant Thomas Würgler konnten dank ausreichend Personal erfolgreich Schwerpunktaktionen - etwa gegen Taschendiebe in der Vorweihnachtszeit oder gegen Dämmerungseinbrüche. Eine direkte Folge der vermehrten Polizeiaktivität sei der Rückgang der Kriminalität im Kanton, waren sich Fehr, Würgler und Kriminalpolizei-Chefin Christiane Lentjes Meili einig.

(hub/sda)

Erstellt: 15.01.2015, 13:22 Uhr

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