Hoffen auf die grosse Seegfröörni

Der Pfäffikersee könnte bald zufrieren. Der Zürichsee wird der Kälte aber noch lange widerstehen.

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Es war schon lange nicht mehr so früh so kalt wie diesen Winter. Laut Bernd Konantz von Meteo Schweiz lag die Temperatur am Zürichberg im Dezember bei durchschnittlich minus 1,8 Grad Celsius. Das ist 1,2 Grad kälter als das langjährige Mittel. Da es auch in der zweiten Novemberhälfte deutlich kälter war als normal (1,5 Grad unter dem Mittelwert), ist bei manchen Zürchern in der Dezember-Bise die Hoffnung aufgekommen, der Zürichsee könnte – mitten in der Zeit der Klimaerwärmung – wieder einmal zufrieren; wie letztmals im Jahr 1963.

Trotz kaltem Winter fehle auch dieses Jahr noch viel, bis es so weit sei, dämpfte Konantz diese Hoffnungen. Bis gestern sind am Zürichsee erst 42 Kältegradtage zusammengekommen. Für eine Seegfröörni braucht es 320 Kältegradtage. Das sind beispielsweise 32 Tage mit einer durchschnittlichen Temperatur von minus 10 Grad.

Etwas mehr Hoffnung besteht am Pfäffikersee. Dort braucht es nur 120 Kältegradtage für die Seegfröörni, gestern waren immerhin schon 55 beieinander. Für Konantz ist aber klar: Bis Ende Jahr wird im Kanton Zürich kein grösserer See begehbar werden. Der Pfäffikersee war letztmals im Jahr 2006 zugefroren und davor im Jahr 2002. Selbst von alteingesessenen Seeanwohnern war die damalige Seegfröörni als die schönste aller Zeiten bezeichnet worden. Wegen des schneearmen Winters war das Eis damals spiegelglatt gewesen. Im Kältejahr 1963 war der Pfäffikersee von Dezember bis März durchgehend zugefroren. Der Türlersee war letztmals im vorletzten Winter begehbar.

Weisse Weihnachten möglich

Die Chancen auf einen Seegfröörni-Winter sind klein, überdurchschnittlich sind sie dafür auf weisse Weihnachten. Bis zum Wochenende rechnen die Wetterfrösche im Flachland mit 15 Zentimetern Neuschnee. Nächste Woche wirds zwar etwas weniger kalt. Wie stark die Temperatur steigt, bleibt ungewiss.

Erstellt: 17.12.2010, 10:18 Uhr

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