«Hündeler» begrüssen Kampfhundeverbot

Am 30. November entscheidet das Zürcher Stimmvolk über das revidierte Hundegesetz. Die strengeren Vorschriften – vor allem das Totalverbot von gefährlichen Rassen – finden ausgerechnet bei Hundehaltern grossen Anklang.

Hündeler befürworten die strengeren Vorschriften im neuen Hundegesetz, über das die Zürcherinnen und Zürcher am 30. November abstimmen werden. (Video: Roman Weber)

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Auf der Zürcher Allmend rennen die Hunde nach Herzenslust herum und tollen mit einander über die Wiesen. Sie gehen mit viel Gewedel und Gebell ihrem Spieltrieb nach wie an allen anderen Tagen auch. Im Kiosk Allmend, wo sich die Hundehalter zum Café treffen, beherrscht derzeit allerdings nur ein Thema die Diskussion: Die Abstimmungen vom 30. November 2008 über das neue Hundegesetz.

Die Hauptvorlage des Gesetzes sieht unter anderem eine Haltebewilligung für Hunde vor, die einem Rassetyp mit erhöhtem Gefährdungspotenzial angehören. Der Kantonsrat legt zusätzlich eine Gesetzesvariante vor, die den Erwerb, die Zucht sowie den Zuzug von Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotenzial verbietet.

Gleiches Recht für alle

Selbst wenn die neue Gesetzgebung eine Verschärfung der Regeln bedeutet, finden beide Vorlagen Zustimmung bei den «Hündelern». Allerdings mit Vorbehalten. «Ich finde, die neuen Gesetze sollten für alle oder keinen gelten», sagt eine Hundehalterin gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Hier heisst es oft: Wir mit den kleinen Hunden müssen keine Kurse besuchen. Dann sieht man sie auf der Wiese, wie sie rufen und rufen – und kein Hund folgt ihnen.»

Auch beim generellen Verbot von gefährlichen Hunderassen stimmen die meisten «Hündelern» der Vorlage zu. Es sei die einzige Möglichkeit, den Problemen mit diesen Hunden beizukommen, denn die Halter würden sich ja eh nie ändern und nur sie seien dafür verantwortlich, dass Tiere aggressiv werden. «Der Hund wird ja nicht aggressiv geboren», meint eine Hundehalterin. «Verbieten kann man gefährliche Rassen eh nicht, weil sie sowieso irgendwie in die Schweiz kommen», sagt eine andere. Wenn allerdings die Auflagen für das Halten solcher Hunde verschärft würden, dann könnte es ihrer Ansicht nach sein, dass sich die Halter den Kauf solcher Hunde nochmals überlegen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.11.2008, 16:22 Uhr

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