«Ich habe zwei bis drei Stunden am Tag gelernt»

Heute schreibt die elfjährige Dorine von Overbeck die Gymiprüfung. Am meisten graut es ihr vor einem «blöden» Aufsatz-Thema.

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Dorine, warum möchtest du ins Gymnasium?
Ich will Tierärztin werden, und dafür brauche ich die Matur. Als wir während der Schule schnuppern gehen konnten, war ich beim Tierarzt unseres Hundes und im Tierspital, an beiden Orten hat es mir super gefallen. Ich durfte helfen und putzte den ganzen Tag Tische. Ich habe gerne Tiere.


Wie hast du dich auf die Gymi-Prüfung vorbereitet?
Mit Lernen. Das letzte halbe Jahr war ich zweimal pro Woche nach der Schule für 45 Minuten bei einer Lehrerin, die mir Tricks zeigte, wie man zum Beispiel die Mathe-Übungen am besten lösen kann. Seit ich Ferien habe, sehe ich sie fast jeden Tag, dann besprechen wir alte Gymi-Prüfungen, die ich zu Hause gelöst habe. Ich habe wirklich zwei bis drei Stunden pro Tag gelernt.


Stinkt es dir nicht manchmal, so viel zu lernen?
Wenn mich ein Kollege anruft, ich soll doch auch auf den Pausenplatz kommen zum Tschutten, und ich muss Nein sagen, dann schon.


Was war das Schwierigste?
Geometrie. Da sind beispielsweise einige Punkte, und ich muss sagen, wo die Mitte liegt. Das liegt mir gar nicht, aber der Rest klappt meistens recht gut.


Wie fühlst du dich, wenn du an die Prüfung denkst?
Ich bin nervös. Es ist eine grosse Prüfung, und sie entscheidet, wie mein Leben weitergeht. Sehe ich einen Wecker, berechne ich sofort die Quersumme der Zeit: So bin ich zurzeit drauf.


Wovor graut es dir am meisten?
Vor dem Aufsatz. Wenn die Themen blöd sind, wie etwa «Etwas, was mir wichtig ist», habe ich nach einer Seite nichts mehr zu sagen. Gerne geschrieben habe ich einen Aufsatz, in dem ich aus der Täterperspektive einen Einbruch beschreiben konnte. Das hat Spass gemacht.

Erstellt: 09.05.2011, 09:15 Uhr

Viel Glück: Dorine von Overbeck (11) besucht die Primarschule Fluntern. Sie ist eines von 3657 Kindern, die heute die Aufnahmeprüfung für Langgymnasien im Kanton Zürich ablegen.

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