Jagen ist für Junge ein zu teurer Spass

Der Mangel an Nachwuchs bei den Jägern hat auch finanzielle Gründe: Nicht überall können sich Jüngere die Revierjagd leisten. Pro Jahr kostet die Jagd mehrere tausend Franken.

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Jäger zu sein nimmt viel Zeit in Anspruch – für Jagdvereine im Kanton Zürich klarer Hauptgrund für den Mangel an Nachwuchs. Doch dabei wird kaum beachtet, dass auch die hohen Kosten für viele potenzielle Jungjäger ein Hindernis sind.

Teure Grundausrüstung

Alleine die Grundausrüstung mit gebrauchten Waffen kostet mindesten 5000 Franken. Hinzu kommen die Ausbildung, das Schiesstraining und die Prüfungen, die nochmals mit mehreren tausend Franken zu Buche schlagen.

Hat ein Jäger die Prüfungen bestanden und wird im Kanton Zürich zum Pächter, belasten jährlich wiederkehrende Kosten das Budget. Auch wenn die Auslagen je nach Revier und Anzahl Pächter sehr unterschiedlich sind, so können sie sich rasch auf zweitausend und mehr Franken pro Jahr belaufen. Oft sind dann für normal verdienende neben der Jagd keine weiteren teuren Hobbys oder Ferien möglich.

Unterhalt und Munition verschlingen viel Geld

Neben dem Pachtzins und den Beiträgen zur Deckung der Wildschäden verschlingen Munition, Unterhaltsarbeiten und gesellschaftliche Umtriebe viel Geld. Und wenn es auch kein teurer Offroader sein muss, so gehört ein Auto doch zur Grundausrüstung eines Jägers. Wie Recherchen ergeben haben, können die Ausgaben so bis zu fünfhundert Franken pro Monat betragen. Fixkosten, die nicht jeder zu tragen vermag.

Nur Pensionäre können sich Jagd leisten

Das schreckt viele Interessierte in jungen Jahren ab, Jäger zu werden. Können sich jedoch erst jene die Jagd leisten, die kurz vor den Pensionierung stehen, bleibt das Nachwuchsproblem bestehen, beziehungsweise verschärft sich zunehmen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.09.2008, 13:19 Uhr

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