Jetzt kommt es zum Showdown um den Rosengarten

In nur einem Monat sind 5000 Unterschriften zusammengekommen: Das Komitee gegen das Tunnelprojekt «Rosengarten» reicht sein Volksreferendum ein.

Eine Unterschriften-Übergabe ist auch eine Demo: Das Komitee «Rosengartentunnel NEIN» erklärt sich mit Plakaten.

Eine Unterschriften-Übergabe ist auch eine Demo: Das Komitee «Rosengartentunnel NEIN» erklärt sich mit Plakaten. Bild: pd

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Der «Rosengarten» dürfte vors Volk kommen: Das Komitee «Rosengartentunnel NEIN», zu dem SP, Grüne, GLP, AL und der Verkehrsclub VCS gehören, hat am Mittwoch über 5000 Unterschriften beim Kanton eingereicht. Für das Zustandekommen müssen 3000 davon gültig sein.

Die Unterschriften seien in nur einem Monat zusammengekommen, teilte das Komitee mit. In den Gesprächen sei viel Kritik gegen diese «Verkehrsplanung aus den Siebzigerjahren» laut geworden. Es sei eine Planung, die viel koste, aber nichts bringe. Bei vielen, die unterschrieben hätten, seien auch die exorbitanten Kosten auf Unverständnis gestossen, schreibt das Komitee weiter. Für die Beruhigung von rund 700 Metern Strasse sollen 1,1 Milliarden Franken ausgegeben werden.

Keinen «Plan B»

Die Bürgerlichen warnten in der Kantonsratsdebatte davor, dass bei einem ablehnenden Entscheid des Volkes der desolate Ist-Zustand auf Jahre weiterbestehen werde. Auch FDP-Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betonte, dass es «keinen Plan B gibt» und die heutige Situation bestehen bleibe.

Über die Rosengartenstrasse fahren durchschnittlich 56'000 Fahrzeuge pro Tag. Die Strasse wurde 1972 als Provisorium der Westtangente in Betrieb genommen, ist aber längst zur Dauerlösung geworden. Mit dem vorliegenden Projekt soll der Verkehr durch einen 2,3 Kilometer langen Tunnel geleitet werden. (lop/sda)

Erstellt: 15.05.2019, 15:43 Uhr

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