Kadermann des Gefängnisses Affoltern a.A. fristlos entlassen

Zum zweiten Mal innert kurzer Zeit gerät das Bezirksgefängnis Affoltern am Albis in die Schlagzeilen: Eine Mitarbeiterin soll Drogen in die Anstalt geschmuggelt haben. Nun verschwand Geld.

Wird interimistisch vom Leiter des Gefängnisses Limmattal geführt: Innenhof des Bezirksgefängnisses Affoltern am Albis.

Wird interimistisch vom Leiter des Gefängnisses Limmattal geführt: Innenhof des Bezirksgefängnisses Affoltern am Albis. Bild: Esther Michel/Tages-Anzeiger

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Ein Kadermitglied des Bezirksgefängnisses Affoltern am Albis ist vor einer Woche fristlos entlassen worden. Thomas Manhart, Leiter des kantonalen Amts für Justizvollzug, bestätigte entsprechende Informationen des Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Es ist bereits der zweite Vorfall innert weniger Wochen, mit dem das Bezirksgefängnis in die Schlagzeilen gerät.

Laut Manhart ist es beim Kadermitarbeiter zu «Unregelmässigkeiten in der dienstlichen Erfüllung» gekommen. Die nötigen rechtlichen Schritte seien von der Amtsleitung in die Wege geleitet worden. Gemäss Informationen des Tagesanzeiger.ch/Newsnet, die Manhart nicht bestätigen wollte, soll im Gefängnis Geld verschwunden sein. Die Rede ist von einem mittleren fünfstelligen Betrag.

Leiter vorübergehend suspendiert

Manhart räumte ein, dass der Vorfall im Gefängnis zu einiger Unruhe und Verunsicherung geführt hat. Angesichts der belasteten und belastenden Situation sah sich die Amtsleitung deshalb schliesslich veranlasst, den Gefängnisleiter von seinem Amt vorübergehend zu suspendieren. Manhart betont aber, der Leiter stehe seines Wissens nicht unter Verdacht. Die Einstellung im Amt sei im Einvernehmen erfolgt.

Seine Aufgaben hat interimistisch Roland Zurkirchen, Leiter des Gefängnisses Limmattal, übernommen. Bereits vor knapp einem Monat war bekannt geworden, dass eine 29-jährige Mitarbeiterin des Gefängnisses Affoltern am Albis verhaftet worden war. Sie wird verdächtigt, für Insassen Drogen ins Gefängnis geschmuggelt zu haben. Die Frau wurde ebenfalls fristlos entlassen.

Erstellt: 12.09.2014, 23:07 Uhr

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