Kantonspolizisten können Überstunden nicht kompensieren

Die Zürcher Kantonspolizei hat während der Euro 2008 rund 36 000 Überstunden geleistet. Kompensieren können die Beamten diese allerdings nicht.

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Der Grund: Die Polizei verfügt über zuwenig Personal. Für die zusätzlich geleisteten Arbeitsstunden werden die Polizisten deshalb finanziell entschädigt. Dem Kanton entstehen dadurch Kosten von rund 2,7 Millionen Franken. Dies hält der Regierungsrat in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Grünliberalen aus dem Kantonsrat fest.

Insgesamt betrugen die zusätzlichen Aufwendungen der Kantonspolizei während der Euro 4,1 Millionen Franken. Darunter fallen nebst den Personalkosten auch die Schaffung weiterer Gefängnisplätze und der Einsatz eines Helikopters.

Mehrarbeit auch in den Spitälern

Auch dem Universitätsspital Zürich (USZ) und dem Stadtspital Triemli hat die Euro mehr Arbeit beschert. In beiden Spitälern sind gemäss Regierungsrat zusätzliche Personalkosten in der Höhe von je rund 600 000 Franken angefallen. Der erhöhte Sachaufwand beträgt je 50 000 Franken. Dem Kanton entstehen dadurch zusätzliche Kosten in der Höhe von rund 950 000 Franken.

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) vergrösserte während der Euro sein Angebot. Dies verursachte zustätzliche Kosten von rund 5,5 Millionen Franken. Gleichzeitig wurden aber auch mehr Tickets verkauft und höhere Sponsoringbeiträge erzielt (plus 5,7 Millionen Franken).

4 Millionen aus dem Lotteriefonds

Unabhängig von diesen Mehrkosten leistete der Kanton Zürich einen finanziellen Beitrag von 4 Millionen Franken an die Euro 2008. Die Ausgaben liegen unter dem vom Kantonsrat bewilligten Beitrag von 4,5 Millionen Franken. 3 Millionen Franken flossen direkt an den im Auftrag des Zürcher Stadtrates gegründeten Verein EM 08 Zürich.

Für die beiden vom Kanton selbst durchgeführten EURO-Projekte standen 1 Million Franken zur Verfügung. Voraussichtlich 485 000 Franken flossen in den Aufbau eines Fancamps in Zürich- Schwamendingen. Für den Gastauftritt der Schweizer Host Cities in Wien (Projekt «Swiss Beach») steuerte der Kanton rund 415 000 Franken bei. (mro/sda)

Erstellt: 25.09.2008, 11:23 Uhr

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