Kauf von SBB-Land für Lagerstrasse-Neugestaltung nötig

Die Lagerstrasse zwischen dem Langstrassenquartier und der Europaallee soll für 16,7 Millionen Franken zu einem Boulevard ausgebaut werden. Am 24. November stimmen die Zürcher darüber ab.

Soll zum Boulevard werden: Lagerstrasse in Zürich.


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Am 24. November stimmen die Zürcher über die Strassenverbreiterung ab, da die Alternative Liste (AL) das Referendum gegen das Projekt ergriffen hat. Die AL stört, dass die Stadt den SBB für den Erwerb von 4900 Quadratmetern Land 8,9 Millionen Franken zahlt. Die Entschädigung erfolge gemäss kantonalem Abtretungsgesetz, sagte Stadträtin Ruth Genner am Montag vor den Medien. Der Wert des Landes sei von einer städtischen Schätzungskommission ermittelt worden.

Der vom Gemeinderat 2006 ohne Gegenstimme gutgeheissene Gestaltungsplan Europaallee habe nicht nur eine bessere Ausnützung des Areals ermöglicht, sondern den SBB auch Pflichten auferlegt, die mit Kosten verbunden seien.

Die städtebaulich hochstehende Bebauung an diesem zentralen Ort sei auch im Interesse der Allgemeinheit, sagte Genner. Aus einem bisher nicht öffentlich zugänglichen Gelände werde ein neues Stadtquartier.

Kein Kapazitätsabbau für Autoverkehr

Der neue Lagerstrasse-Boulevard mit zwei Baumreihen wird gemäss der Tiefbauvorsteherin zum Scharnier zwischen dem bisherigen und dem neuen Quartier. Die Kapazität für den Autoverkehr werde beibehalten, auf eine Tempo-30-Zone verzichtet. Geld investiert werden muss unter anderem für Lärmschutzfenster.

Für die Fussgänger gibt es auf beiden Strassenseiten ein 6 Meter breites Trottoir. Auf der Fahrbahn gibt es in beiden Richtungen Radstreifen mit einer Mindestbreite von 1,75 Metern. Die Zahl der Parkplätze werde in vertretbarem Umfang von 101 auf 95 reduziert.

Verschiedene Massnahmen an der Lagerstrasse müssen ohnehin ausgeführt werden. Der Stadtrat hat dazu 6,8 Millionen Franken als gebundene Ausgaben bewilligt. Die Bauarbeiten – unter anderem zur Erneuerung der Werkleitungen – erfolgen gemeinsam mit der Strassenneugestaltung.

Ein grosser Teil der Gesamtkosten, die von der Stadt vorfinanziert werden, wird laut Genner letztlich der Kanton übernehmen. Über den genauen Betrag entscheide der Regierungsrat allerdings erst nach der städtischen Abstimmung. (jcu/sda)

Erstellt: 21.10.2013, 13:59 Uhr

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