Kaum eine ZVV-Linie ist rentabel

Nur die S 12 und die Busse des Nachtnetzes sind profitabel. Deshalb diskutiert das Parlament nun über Sparmassnahmen. Treffen dürfte es vor allem Linien aufs Land.

Löbliche Ausnahme: Die S 12 – hier am Bahnhof Stadelhofen – nach Winterthur fährt einen Gewinn ein.

Löbliche Ausnahme: Die S 12 – hier am Bahnhof Stadelhofen – nach Winterthur fährt einen Gewinn ein. Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Nur gerade 26 der insgesamt 396 ZVV-Linien im Kanton Zürich sind rentabel. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Liste des Zürcher Regierungsrates. Er hat sie erarbeitet, weil das Parlament ab Montag über Sparmassnahmen auf dem Kantonsnetz diskutiert.

Im Rahmen des Sparprogramms «Leistungsüberprüfung 2016» könnten laut dem «Zürcher Oberländer» beim öffentlichen Verkehr bald 134 Millionen Franken fehlen. Betreffen dürfte dies vor allem ländliche Gemeinden – denn dort ist die Kostendeckung häufig am geringsten.

340 Millionen Franken Verlust 2015

So weisen zum Beispiel der Bus Bauma–Sternenberg–Gfell oder jener auf den Zollikerberg lediglich einen Kostendeckungsgrad von 9 Prozent auf – der Ertrag dieser Linien ist also um ein Vielfaches kleiner als die Betriebskosten. Aber auch die meisten S-Bahn-Linien sind unrentabel – obwohl sie die Hauptlast der Passagiere im Kanton tragen. Viele, etwa die Forchbahn, müssen sich mit einem Deckungsgrad von um die 60 Prozent zufriedengeben. Die einzige profitable S-Bahn-Linie ist die S 12 zwischen Zürich und Winterthur mit 117,5 Prozent.

Profitabel sind vor allem die Linien des ZVV-Nachtnetzes, für die Kunden einen Fünfliber extra berappen müssen. Obenauf liegt wieder die Verbindung nach Winterthur: Der N 68 bringt mit 289 Prozent Kostendeckungsgrad rund dreimal so viel ein, wie er kostet.

In Anbetracht dieser Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass der ZVV für das Jahr 2015 einen Verlust von 340 Millionen Franken verbuchen musste. Dieser wird je zur Hälfte vom Kanton und von den Gemeinden getragen – je mehr Bahnhöfe und Haltestellen eine Gemeinde hat, desto mehr bezahlt sie. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.01.2016, 11:08 Uhr

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