Keine Steuererhöhung trotz Defizit in Wädenswil

Nächstes Jahr wird in der Wädenswiler Kasse ein Loch von 4,8 Millionen Franken klaffen. Trotzdem hält die Stadt am Steuerfuss von 84 Prozent fest.

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Das Budget 2014 der Stadt Wädenswil weist ein Defizit von 4,8 Millionen Franken aus. Für den Stadtrat ist dieser Fehlbetrag vertretbar. Das schreibt er in einer Mitteilung. Den Steuerfuss will er auf dem heutigen Niveau von 84 Prozent belassen.

Für das laufende Jahr rechnet die Stadt mit einem besseren Rechnungsabschluss. 3,9 Millionen Franken Defizit waren für 2013 budgetiert, ein Plus von 5 bis 6 Millionen Franken soll resultieren. Der um rund 9 Millionen bessere Abschluss sei gemäss Mitteilung vor allem auf einen zweistelligen Millionenbetrag bei den Grundstückgewinnsteuern möglich geworden.

Trotz dieses guten Rechnungsabschlusses verlangte der Stadtrat bei der Budgetierung für das nächste Jahr von allen Abteilungen eine zusätzliche Sparrunde. Alle Positionen seien auf das Notwendige überprüft worden. Für 2014 sind ein Aufwand von 168,9 Millionen Franken und Erträge von 164 Millionen Franken vorgesehen.

Weniger Steuereinnahmen von Firmen budgetiert

Zum Defizit tragen laut Stadtrat unter anderem eine Steigerung beim Personalaufwand ( 1,5 Millionen Franken), der geringere Ressourcenzuschuss aus dem Finanzausgleich (- 1,9 Millionen Franken) sowie der anhaltend grosse Abschreibungsbedarf aufgrund der hohen Nettoinvestitionen bei.

Zudem rechnet die Stadt mit weniger Steuereinnahmen bei den juristischen Personen, weil Firmen von Wädenswil weggezogen sind. Bei den natürlichen Personen wird trotz höherer Sozialabzüge mit einem leichten Wachstum gerechnet.

Investitionen in den Altersheimbau

Zu den grössten Investitionsvorhaben gehören im nächsten Jahr der Abschluss der Um- und Erweiterungsbauten des Alterszentrums Frohmatt, die zweite Sanierungsetappe der Sportbauten Untermosen sowie die Projektierung und Umsetzung von verschiedenen grösseren Schulbauten. Dazu kommen Infrastrukturausbauten in den Bereichen Erdgas, Wasser und Abwasser. (ema/SDA)

Erstellt: 11.10.2013, 15:13 Uhr

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