Keine Unterstützung für Tempo-30-Zonen

Der Zürcher Kantonsrat lehnt zusätzliche kantonale Unterstützungsleistungen bei der Einführung von Tempo-30-Zonen in den Gemeinden ab. Er hat ein entsprechendes SP-Postulat mit 87 zu 57 Stimmen nicht überwiesen.

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Der Kanton leiste bereits die geforderte Unterstützung, sagte Gaston Guex (FDP, Zumikon). Deshalb renne das Postulat offene Türen ein und sei abzulehnen.

Tempo-30-Zonen könnten nicht von oben verordnet werden, begründete Willy Germann (CVP, Winterthur) die ablehnende Haltung seiner Partei. Jede Gemeinde und jedes Quartier müsse diese Frage für sich selbst beantworten. Luzius Rüegg (SVP, Zürich) ortete «ein Tempo-30-Fieber in den rot-grünen Köpfen».

Noch immer Berührungsängste in Gemeinden

Es gebe immer noch Gemeinden, die Berührungsängste hätten, eine Tempo-30-Zone einzuführen, sagte demgegenüber Priska Seiler Graf (SP, Kloten). Dabei hätten Untersuchungen gezeigt, dass in solchen Zonen weniger Unfälle passierten. Darum solle der Kanton dafür werben und kreative Ideen zur Umsetzung liefern.

Unterstützung gab es von den Grünen, EVP und GLP. Martin Geilinger (GP, Winterthur) forderte eine aktivere Rolle des Kantons. Strassenraum sei auch Lebensraum, erklärte Lisette Müller (EVP, Knonau).

Forderungen bereits erfüllt

Gemäss Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer seien die Forderungen des Postulats bereits erfüllt. Die Kantonspolizei gewährleiste die nötige Unterstützung, sowohl bei den Vorarbeiten wie auch bei Nachkontrollen. (tif/sda)

Erstellt: 15.09.2008, 14:37 Uhr

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