Kirchenstreit in Fällanden wird neu aufgerollt

Das Strafverfahren gegen die Fällander Pfarrerin P. wird wieder aufgenommen. Die Beschwerde ihrer Gegnerin wurde teils gutgeheissen.

Die Kirche Fällanden, unter deren Dach sich eine Bagatelle zum bitteren Streit auswuchs.

Die Kirche Fällanden, unter deren Dach sich eine Bagatelle zum bitteren Streit auswuchs. Bild: Reto Oeschger

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Der Streit in der reformierten Kirche Fällanden wird noch einmal vor Gericht verhandelt. Die Anwältin der suspendierten Pfarrerin M. hat teilweise recht bekommen mit ihrer Beschwerde, wie der «Glattaler» schreibt. Die Anwältin hätte bei der Befragung der Pfarrerin P. anwesend sein und Fragen stellen dürfen. Die Anhörungen müssten nun eventuell nachgeholt werden.

Beim Streit geht es um Drohbriefe gegen Pfarrerin M. Pfarrerin P. stand unter Verdacht, die Briefe verfasst zu haben. Trotz Hausdurchsuchung und Prüfung ihres Laptops konnten zu wenig Beweise dafür gefunden werden. Das Strafverfahren wurde Ende 2016 eingestellt. Die angeschuldigte Pfarrerin arbeitet inzwischen nicht mehr in Fällanden, sie hat eine Stelle ausserhalb des Kantons gefunden.

Präsident der Kirchenpflege abgesetzt

Pfarrerin M. ist seit November 2016 suspendiert, wohnt jedoch noch in der Gemeinde. Der Entscheid des Kirchenrats zu ihrer Suspendierung und der Suspendierung des Kirchenpflegepräsidenten Huldrych Thomann kam für viele überraschend. Der Kirchenrat hatte zudem ein Administrativverfahren gegen M. eröffnet, dessen Ausgang noch offen ist. Es soll geprüft werden, ob sie amtsfähig ist. Gegen Thomann ist weiter ein Strafverfahren hängig. Ihm wird Mithilfe beim Mobbing gegen Pfarrerin M. vorgeworfen. Thomann soll Interna veröffentlicht haben, die M. geschadet haben, was einem Amtsmissbauch gleichkäme, schreibt der «Glattaler».

Der Streit hat mit einer Bagatelle angefangen. Weil sich die beiden Pfarrerinnen M. und P. nicht auf eine Arbeitsteilung einigen konnten, verlangte Thomann, dass die Pfarrerinnen ihre Arbeitszeit erfassen. Doch Pfarrerin M. weigerte sich, den Auftrag zu erfüllen. Nachdem dies im «Chilebrief» öffentlich geworden war, gingen bei Pfarrerin M. wüste und verletzende Schmähbriefe ein, worauf sie Strafanzeige gegen unbekannt einreichte. Pfarrerin M. äusserte bei der Polizei jedoch den konkreten Verdacht, dass ihre Arbeitskollegin P. dahinterstecke. (lop)

Erstellt: 17.07.2017, 16:28 Uhr

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