Krippe oder Hort für jedes neunte Kind

Immer mehr Kinder werden zeitweise in Krippen, Horten oder an Mittagstischen betreut. Die Zahl der Plätze ist allein im letzten Jahr um 2300 gestiegen.

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Etwa 180'000 Kinder leben im Kanton Zürich. Davon werden gut 28'000 nicht nur in der Familie betreut, sondern besuchen zusätzlich eines der knapp 1400 Betreuungsangebote in Horten, Krippen oder Schulen. Berücksichtigt man die Blockzeiten, liegt die Zahl der betreuten Kinder sogar bei fast 39'000. Das zeigt der gestern vom Statistischen Amt veröffentlichte Kinderbetreuungsindex.

Die Zahl der betreuten Kinder ist damit erneut stark angestiegen, ebenso die Zahl der Betreuungsplätze. Ende letzten Jahres standen 30'100 Plätze zur Verfügung, 2300 mehr als im Vorjahr und 5000 mehr als im Jahr 2004, als der erste Index veröffentlicht wurde.

Im Norden noch wenig Plätze

Hauptverantwortlich für den starken Anstieg ist die Stadt Zürich, die allein für Vorschulkinder 1000 neue Plätze geschaffen hat. Ebenfalls ein sehr gutes Betreuungsangebot besteht in Winterthur. In den beiden Städten hat jedes fünfte Kind einen Betreuungsplatz; damit stellen Zürich und Winterthur 60 Prozent aller Betreuungsplätze im Kanton. Weitere 30 Prozent der Plätze bieten 35 Gemeinden in den Regionen Zimmerberg, Pfannenstiel und Glattal an, hier hat jedes elfte Kind einen Platz. Die übrigen 134 Gemeinden teilen sich gerade mal 10 Prozent der verfügbaren Plätze. Vor allem im Unterland, im Weinland und im Nordosten von Winterthur ist das Angebot weit unterdurchschnittlich; oft schneiden kleine Gemeinden relativ schlecht ab, weil sich dort der Betrieb eines Horts kaum lohnt. «In manchen bestehen aber andere Formen der Betreuung, die nicht institutionalisiert sind», sagt Sabina Littmann, Präsidentin der Kommission für Gleichstellung im Kanton Zürich.

Littmann zeigte sich gestern erfreut über die Zunahme: «Das ist ein Zeichen, dass das Thema immer noch wichtig ist.» Sie geht davon aus, dass die Platzzahl auch in den nächsten Jahren steigen wird, nur schon weil die Volksschulen in Zukunft bei Bedarf Betreuungsangebote bereitstellen müssen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.09.2008, 23:47 Uhr

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