Labitzke-Areal: Besetzer dürfen bis Ende März bleiben

Die Stadt und die Mobimo-AG haben sich geeinigt: Die Besetzer müssen das Areal erst Ende März räumen. Dafür dürfen unbewohnte Gebäude bereits diese Woche rückgebaut werden.

Ende März müssen die Besetzer raus: Besetzte Gebäude auf dem Labitzke-Areal.

Ende März müssen die Besetzer raus: Besetzte Gebäude auf dem Labitzke-Areal. Bild: Jvo Cukas

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Die Mobimo AG kommt den Besetzern auf dem Labitzke-Areal in Altstetten entgegen, wie die Stadt Zürich in einer Mitteilung schreibt. Sie dürfen noch bis Ende März auf in den besetzten Gebäuden auf dem Areal bleiben. Im Gegenzug kann die Mobimo bereits diese Woche mit dem Abbruch zweier Gebäude an der Albulastrasse beginnnen. «In diesem Sinne erwartet der Stadtrat von den Besetzern, dass die Liegenschaft an der Albulastrasse 38 und 40 diese Woche abgebrochen werden kann und die übrigen Bauten bis Ende März 2014 geräumt sind», heisst es in der Mitteilung.

Christine Hug, Sprecherin der Mobimo AG, bestätigt diese Abmachung zwischen Stadt und dem Immobilienkonzern, er gelte aber nur für die Besetzer auf dem Areal. Nach wie vor sind auch noch bisherige Mieter in verschiedenen Gebäuden untergebracht: «Bei zwei Parteien gelten verlängerte Mietverträge bis Ende Februar, diese werden aber nicht bis Ende März verlängert», erklärt Hug.

Ausweisungsverfahren gegen Mieter

Gegen zwei Mietparteien wurde zudem ein Ausweisungsverfahren eingeleitet. Sie waren trotz ausgelaufener Mietverträge in Wohnungen auf dem Areal geblieben. «Eine Partei ist bereits ausgezogen, das Verfahren konnte deshalb sistiert werden», sagt Hug. Bei der anderen Partei sei im Februar ein Gerichtstermin bezüglich der Ausweisung angesetzt. «Wir gehen davon aus, dass diese Partei das Areal ebenfalls bis spätestens Ende März verlassen muss.»

Auf dem Labitzke-Areal waren in den letzten Jahrzehnten verschiedene preisgünstige Wohn- und Gewerbeflächen von der Kreativszene genutzt und gemietet worden. Auch Besetzer hatten auf Teilen des Areals gewohnt. Zusammen hatten sie einen «Abbruch des Areals auf Vorrat» kritisiert und für ein längeres Verbleiben gekämpft. Die Mobimo AG will das Areal aber möglichst schnell rückbauen und mit der Altlastensanierung beginnen, für die sie rund 10 Monate veranschlagt. Sie will auf dem Areal eine Überbauung mit 245 Wohnungen erstellen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.01.2014, 10:34 Uhr

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