Mann verschanzte sich mit Waffe in Gebäude

In Aathal hat ein Mann einen 30-jährigen Schweizer mit einer Waffe bedroht und sich danach in einem Gebäude eingeschlossen. Die Polizei konnte ihn nach mehreren Stunden zum Aufgeben bewegen.

Verletzt wurde beim Einsatz niemand: Ein Polizeiauto in Aathal. (Bild: Markus Heinzer, newspictures)

Verletzt wurde beim Einsatz niemand: Ein Polizeiauto in Aathal. (Bild: Markus Heinzer, newspictures)

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Ein Mann, der bei einem Streit seinen Kontrahenten mit einem Gewehr bedroht hat, hat in Aathal im Zürcher Oberland am Sonntag einen stundenlangen Polizei-Grosseinsatz ausgelöst. Die Hauptstrasse von Uster nach Wetzikon war während rund fünf Stunden gesperrt.

In mehrstündigen Gesprächen konnten Verhandler der Polizei den Mann zum Aufgeben bewegen, wie es in der am Sonntagabend verschickten Mitteilung der Zürcher Kantonspolizei hiess. Der Drohende, ein 30-jähriger Schweizer, wurde von Mitgliedern der Einsatzgruppe Diamant festgenommen. Verletzt wurde bei der Aktion niemand.

Streit in einem Haus

Der zunächst verbale Streit zwischen zwei Männern hatte am Sonntag um 13 Uhr in einem Haus in Aathal angefangen. Einer der Beteiligten war der 30-jährige Schweizer. Dem von ihm bedrohten Mann gelang es, zu flüchten und die Polizei zu alarmieren.

Der mit dem Gewehr bewaffnete Mann blieb im Haus. Ein Verhandler konnte per Telefon Kontakt mit ihm aufnehmen und ihn in mehrstündigen Gesprächen dazu bewegen, aufzugeben. Das Motiv und die Hintergründe des Streits sind nicht bekannt, die Kantonspolizei und die zuständige Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen auf.

Nähere Angaben zu dem Gewehr des Mannes konnte Polizeisprecher Marc Besson auf Anfrage am Sonntag nicht machen. Die Männer, die sich gestritten hatten, wohnten in dem Mehrfamilienhaus, in dem es zum Streit gekommen war. Aus dem Nachbarhaus mussten nach Angaben des Sprechers sechs Personen vorübergehend in Sicherheit gebracht werden.

Zufahrten stundenlang gesperrt

Polizisten umstellten daraufhin das Haus und sperrten das Gebiet grossräumig ab. Per Auto war eine Zufahrt nach Aathal während rund fünf Stunden - bis nach 18 Uhr - nicht mehr möglich. Die Züge der S-Bahn-Zürich konnten zwar zwischen Uster und Wetzikon verkehren, mussten aber aus Sicherheitsgründen auf Sicht fahren.

Neben zahlreichen Kantonspolizisten, der Einsatzgruppe Diamant und Verhandlungsführern waren am Sonntag in Aathal auch Angehörige von mehreren Gemeindepolizeien im Einsatz. Für die Regelung des Verkehrs wurden Feuerwehrleute aus mehreren benachbarten Gemeinden aufgeboten. (wid)

Erstellt: 22.12.2013, 18:48 Uhr

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