«Meine Arbeitstage sind viel länger geworden»

Zürichs neuer Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) spricht im Videointerview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet über seine ersten 90 Tage im Amt.

«Die Zusammenarbeit im Regierungsrat ist sehr kollegial»: Regierungsrat Mario Fehr (SP) präsentiert nach 90 Tagen im Amt eine erste Bilanz.
Video: Simon Schmid

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Der Zürcher Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) zieht nach 90 Tagen im Amt eine erste Bilanz. An seiner Bilanzmedienkonferenz präsentiert er ein Arbeitspapier, aus dem hervorgeht, wo Fehr den dringendsten Handlungsbedarf sieht: bei der Kantonspolizei. Dem Korps fehlt das Personal, der Sollbestand von 2247 Angehörigen konnte bisher nicht erreicht werden, heisst es im Arbeitspapier.

Viele Polizisten hören vorzeitig auf

Der Regierungsrat habe bereits Massnahmen ergriffen, um den Personalbestand zu erhöhen. Unter anderem wurden im April 100 Stellen für Sicherheitsassistentinnen und -assistenten geschaffen. Diese arbeiten am Flughafen in der Grenzkontrolle. Die Rekrutierung erfolge in diesem und im nächsten Jahr.

Weiter wolle man bei der Polizei mehr Möglichkeiten für Teilzeitarbeit anbieten und Mitarbeiter nach einer Pause wieder zurück in den Job holen. Viele Polizistinnen beendeten ihren Dienst nach einigen Berufsjahren aus familiären Gründen vorzeitig.

Keine Wartezeiten im Migrationsamt

An der Medienkonferenz äusserte sich Fehr zudem zum Migrationsamt. Nachdem dieses in der Vergangenheit in der Kritik stand, gebe es für Kunden nun am Schalter und am Telefon keine langen Wartezeiten mehr. Sechs Teilprojekte, die unter dem Oberbegriff «Migrationsamt 2011» laufen, sollten bis Ende 2012 abgeschlossen sein.

Der SP-Regierungsrat beleuchtete in seiner Bilanz auch die Bereiche Sport und Sozialhilfe. Mit der Revision des Sozialhilfegesetzes, über die am 4. September abgestimmt wird, werde der Informationsaustausch zwischen Behörden und Amtsstellen klar und umfassend geregelt.

Auf der Ebene des Sports verlängere man die Leistungsvereinbarung zwischen dem Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) und der Fachstelle Sport um weitere vier Jahre. Zudem wolle der Regierungsrat jährlich bis 750'000 Franken aus dem Sportfonds für Nachwuchsförderung einsetzen. (ssc,fsc/sda)

Erstellt: 03.08.2011, 10:42 Uhr

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