Mehr Kapazität im Bahnhof Stadelhofen

Der Zürcher Kantonsrat will die Kapazitätsengpässe am Bahnhof Stadelhofen bekämpfen. Der Regierungsrat wird aufgefordert, mögliche Massnahmen aufzuzeigen.

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Thomas Maier (GLP, Dübendorf) forderte am Montag in der Sitzung des Zürcher Kantonsrats den Regierungsrat auf, die Auswirkungen eines vierten Gleises und eines weiteren Tunnels am Bahnhof Stadelhofen zu prüfen.

Das Problem, so Robert Brunner (Grüne, Steinmaur), sei, dass sich am Stadelhofen ein- und ausfahrende Züge kreuzten. Der Engpass liege vielmehr im System, sagte Willy Germann (CVP, Winterthur). Die ganze Achse zwischen Altstetten und Stadelhofen sei am Limit. Es bringe zwar nichts, punktuell auszubauen, aber das Postulat unterstütze die CVP trotzdem.

Sabine Ziegler (SP, Zürich) wiederum rief in Erinnerung, dass am Bahnhof Stadelhofen täglich genauso viele Personen ein- und aussteigen wie am Bahnhof Bern. Ihre Partei war genauso für das Postulat wie die EVP. «Kapazitätsengpässe müssten behoben werden», sagte Peter Reinhard (Kloten).

FDP und SVP: Einzeilausbauten sind keine Lösung

Die Lösung von Engpässen im gesamten Zürcher S-Bahnnetz liege nicht in Einzelausbauten, erklärte Martin Mossdorf (FDP, Bülach). Er räumte ein, dass die Zuverlässigkeit des ZVV langsam gefährdet sei. Unterstützung erhielt er von der SVP.

Kosten zu hoch

Regierungsrätin Rita Fuhrer wollte das Postulat nicht entgegen nehmen. Sie erklärte, dass ein solcher Ausbau 350 Millionen Franken kosten würde. Das sei zu hoch für das, was man dafür erhalte.

Um Engpässe zu beheben, setze die Regierung vielmehr auf den Bau der Durchmesserlinie Altstetten-Zürich-Oerlikon, sagte die Volkswirtschaftsdirektorin weiter.

Der Rat überwies das Postulat schliesslich mit 84 zu 71 Stimmen.

(tif/sda)

Erstellt: 15.09.2008, 13:03 Uhr

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