Nach Schikane bei der Sozialhilfe Dübendorf – erster Bericht liegt vor

Die Ombudsstelle zieht nach ihrem ersten Jahr Bilanz. Der SVP-Sozialvorstand ist zufrieden. Es gab 25 Beschwerden.

Alle zwei Wochen eine Beschwerde: 25 Beschwerden über die Dübendorfer Sozialabteilung gingen bei der Ombudsstelle ein.

Alle zwei Wochen eine Beschwerde: 25 Beschwerden über die Dübendorfer Sozialabteilung gingen bei der Ombudsstelle ein. Bild: Urs Jaudas

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Rüder Umgang, schikanöse Behandlung: Vor rund einem Jahr geriet das Sozialamt Dübendorf in die Schlagzeilen. Sozialhilfeempfänger fühlten sich von den städtischen Angestellten diskriminiert. Zudem verfasste die Sozialhilfechefin fremdenfeindliche Facebook-Einträge. Die Stadt verwarnte sie schriftlich und richtete aufgrund der Kritik eine Ombudsstelle ein.

Jetzt liegt eine erste Bilanz der Ombudsstelle vor. Seit dem vergangenen Dezember hätten sich 31 Leute dort beschwert, 25 davon über die Sozialabteilung. «Es gab damals ziemlich viel Lärm und im Nachhinein müssen wir sagen, wir hätten mehr Meldungen erwartet», sagt der Dübendorfer Sozialvorstand Kurt Spillmann (SVP) gegenüber dem SRF-«Regionaljournal», «die 25 Fälle halten sich absolut im Rahmen.»

Keine gravierenden Fälle

25 Fälle in knapp einem Jahr, das ist eine Beschwerde alle zwei Wochen. Gravierende Beanstandungen habe es aber nicht gegeben, sagt Spillmann. Es musste keine Sozialhilfe nachgezahlt werden und es wurden keine groben Fehler festgestellt, welche die Stadt unmittelbar zum Handeln gezwungen hätten. Empfehlungen gibt die Ombudsstelle trotzdem ab: Dübendorf könnte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialhilfe in Weiterbildungen schicken und in Betracht ziehen, das Angebot der Dübendorfer Sozialhilfe etwas auszubauen.

Spillmann bilanziert im Radio-Interview: «Sieht man jetzt das Resultat, ist es schon so, es war viel Lärm um nichts.» Die Ombudsstelle bleibt mindestens noch ein Jahr bestehen. (sip)

Erstellt: 12.10.2017, 11:26 Uhr

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