Nach Tod im Gefängnis – Behörden klären Suizid der Mutter von Flaach vertieft ab

Die Angehörigen der wegen Kindstötung inhaftierten Mutter glauben, der Suizid hätte verhindert werden können. Das Amt für Justizvollzug will die Umstände genau beleuchten.

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Das Zürcher Amt für Justizvollzug klärt die Umstände, die am vergangenen Freitag zum Suizid der Mutter von Flaach ZH führten, vertieft ab. Bevor diese Ergebnisse publik gemacht werden, sollen sie mit den Eltern der Verstorbenen besprochen werden. Weitere Informationen zum Fall gebe es deshalb erst am Dienstag, teilte der Zürcher Regierungsrat am Montag mit. Zum jetzigen Zeitpunkt könnten keine Auskünfte erteilt werden.

Die 27-Jährige nahm sich am Freitag im Gefängnis in Zürich das Leben. Sie hinterliess einen Abschiedsbrief, über dessen Inhalt die Behörden bisher keine Angaben machten. Die Angehörigen der Frau äusserten in verschiedenen Medien den Vorwurf, der Suizid hätte verhindert werden können. Die junge Mutter hatte am 1. Januar 2015 ihren fünfjährigen Sohn und das zweijährige Töchterchen zuhause erstickt. Sie hätte die Kinder in den darauffolgenden Tagen ins Heim zurückbringen müssen, wo sie vorübergehend untergebracht waren.

Keine Betreuungsstandards verletzt

Nach der Tat alarmierte sie selbst die Polizei, flüchtete aber vor deren Eintreffen in den Wald und versuchte, sich mit einem Messer das Leben zu nehmen. Nach der Festnahme wurde die geständige Täterin in eine psychiatrische Klinik gebracht.

Später wurde die Frau ins Gefängnis verlegt und regelmässig psychiatrisch betreut. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden laut den Zürcher Behörden keine Betreuungsstandards verletzt. (slw/sda)

Erstellt: 10.08.2015, 14:30 Uhr

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