Neue Seilbahnen über der Stadt Zürich

Alle Parteien ausser den Grünen finden: Innerstädtische Seilbahnen wären ein Gewinn für Zürich. Sie haben sich schon auf drei konkrete Projekte geeinigt.

Sie könnte dereinst auferstehen: Die Seilbahn über den See während der Gartenbauausstellung von 1959. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Comet Photo AG (Zürich)

Sie könnte dereinst auferstehen: Die Seilbahn über den See während der Gartenbauausstellung von 1959. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Comet Photo AG (Zürich)

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Eine Mehrheit im Zürcher Gemeinderat möchte in der Stadt Seilbahnen bauen, um den Verkehr zu entlasten. Die Kommission, die sich mit dem regionalen Richtplan befasst, hat laut der «NZZ» entschieden, dort drei solche Strecken einzutragen.

Die spektakulärste Bahn wäre wohl jene, die zwischen Wollishofen und Tiefenbrunnen über das Seebecken verkehrt – es wäre eine Neuauflage einer Anlage, wie es sie während der Landesausstellung 1939 und der Gartenbauausstellung von 1959 schon einmal gab.

Eine auf den Hönggerberg, eine zum Balgrist

Zwei weitere Seilbahnprojekte haben dagegen keine historischen Vorläufer. Der erste Vorschlag läuft darauf hinaus, die ETH Hönggerberg per Seilbahn an den Bahnhof Altstetten anzubinden – und allenfalls auf der anderen Seite des Bergs auch an Affoltern. Der zweite Vorschlag betrifft eine Seilbahn von Bahnhof Tiefenbrunnen bis zum Balgrist.

Zusätzlich hat sich die Kommissionsmehrheit auch für eine unterirdische Verlängerung der Standseilbahn Rigiblick bis hinunter zum Stampfenbachplatz ausgesprochen.

Nur eine Partei stemmt sich gegen diese Vorschläge: die Grünen. Laut ihrem Vertreter Markus Knauss wären Gondeln über den See ein zu starker Eingriff in die Landschaft, und über bewohntem Gebiet wären sie unrealistisch.

Bundesrat unterstützt Seilbahnen

Anderer Ansicht ist laut dem Zeitungsbericht der Bundesrat. Er hat kürzlich in einer Antwort auf eine Motion festgehalten, dass innerstädtische Seilbahnen nach Möglichkeit gefördert werden sollen. Der Grund: Sie sind relativ günstig zu realisieren und beanspruchen wenig Boden. Auch juristisch seien solche Projekte machbar.

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(hub)

Erstellt: 23.03.2016, 08:01 Uhr

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