Neues Kapitel in der Puck-Posse: Plastikhülle ist weg

Unbekannte haben die Abdeckung über dem EHC-Logo auf dem Kloten-Kreisel wieder entfernt. Die Aktion könnte die Verhandlungen über die Zukunft des Pucks erschweren.

Wieder entblättert: Nach zwei Tagen haben Unbekannte den schhwarzen Sack über dem Puck entfernt.

Wieder entblättert: Nach zwei Tagen haben Unbekannte den schhwarzen Sack über dem Puck entfernt. Bild: Sibylle Meier

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Kaum wurde es verhüllt, ist das Logo des EHC Kloten auf dem Puck in der Nähe des Bahnhofs wieder zu sehen. Knapp 48 Stunden nachdem ein schwarzer Plastiksack am Freitagmorgen über das drei Tonnen schwere Gebilde gestülpt worden ist, haben Unbekannte, vermutlich in der Nacht auf den Sonntag, die Blache wieder entfernt und im Gesträuch des Kreisels liegengelassen.

In Kloten sorgt der Vorfall für Gesprächsstoff: Morgendliche Spaziergängerinnen und Spaziergänger unterhalten sich über das Geschehene. «Die ganze Geschichte ist ja eigentlich ein Witz», bemerkt ein konsternierter Passant.

Mit Entfernung gedroht

Weil der Puck das Logo des EHC Kloten zeigt, ist sie nach Ansicht der Kantonalen Baudirektion kommerzielle Werbung. Diese ist auf Kreiseln von Kantonsstrassen jedoch nicht erlaubt, weshalb der Puck weg muss. Ansonsten droht die Zwangsentfernung durch den Kanton. Eigentlich hätte der Sack Kloten mehr Zeit verschaffen sollen, um eine Lösung zu finden.

Auch die Gäste und das Personal im Fleischlicafé gegenüber haben bemerkt, dass das Wahrzeichen von Kloten wieder hergestellt wurde. «Unsere Gäste haben sich mehrheitlich positiv darüber geäussert und sie freuen sich, dass das Logo wieder zu sehen ist», bemerkt eine Angestellte. Die Entfernung des Sacks bringt Kloten aber wieder erneut in Bedrängnis.

Da war er noch bedeckt: Der Kloten-Kreisel mit Abdeckung (Bild: Instagram)

Stadtpräsident René Huber (SVP) war am Sonntag Morgen ebenfalls vor Ort um den Schaden aus der Nähe zu betrachten. Seit Monaten versucht man sich mit der Baudirektion zu einigen, ob der Puck weiter stehen darf. Dass jetzt Vandalen die Sache selbst in die Hand genommen haben, ist für Huber enttäuschend. «Ich verurteile die unüberlegte Tat», sagt er. «Für die weiteren Verhandlungen ist das äusserst kontraproduktiv und es steigert nicht gerade meine Lust, mich weiterhin für den Puck einzusetzen.»

Dass jemand die Blache wieder entfernen würde, hatte Huber befürchtet. Erstaunt ist er lediglich, wie schnell es tatsächlich geschah. «Es hätte kreativere Lösungen gegeben, um auf das Anliegen aufmerksam zu machen», hält er fest.

Noch keine Notlösung

Der Kanton hatte zuvor eine Lösung gefordert, welche keine Vandalen anzieht. Laut Huber habe man die Blache genügend stark befestigt. «Nichts ist vollständig vandalensicher», sagt er. Den Kreisel bewachen will Huber trotz der Aktion jedoch nicht: «Das ist ein zu grosser Aufwand, zu dem ich mich nicht bereit erklären will.»

Dass sich einige Klotener darüber freuen, dass das Logo wieder zu sehen ist, kann Huber teilweise nachvollziehen. «Als der Puck vor vier Jahren aufgestellt wurde, haben die Klotener diesen sehr positiv aufgenommen», erinnert er sich. «Wenn man aber mittendrin in den Verhandlungen mit dem Kanton steckt, ist die Sache frustrierend.»

Wie es jetzt weitergeht, weiss Huber noch nicht: «Wir haben noch keine Notlösung und werden das weitere Vorgehen noch heute mit den Veranwortlichen des EHC besprechen.»

Erstellt: 04.11.2019, 08:43 Uhr

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