«New York Times» meets Küsnacht

Eine Reporterin aus den USA hat die Goldküste besucht. Genauer: das Château Algonquin. Noch genauer: dessen berühmte Bewohnerin – Tina Turner.

Magnet Château Algonquin: An der Hochzeit von Tina Turner und Erwin Bach war die Villa in Küsnacht der Treffpunkt des internationalen Showbusiness.

Magnet Château Algonquin: An der Hochzeit von Tina Turner und Erwin Bach war die Villa in Küsnacht der Treffpunkt des internationalen Showbusiness. Bild: Doris Fanconi

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Es ist ein Monumentalbericht, den die «New York Times» Tina Turner widmet. Anlass für den Besuch im «Swiss Chateau» der Sängerin ist die Produktion «Tina: The Tina Turner Musical», welche demnächst am Broadway Premiere hat. Und so kam also die Reporterin über den Ozean nach Küsnacht angereist – wohlgemerkt: nach Küsnacht mit ü-Pünktchen, auch im amerikanischen Original. Ein Triumph des orthografischen Respekts!

Turners Gatte Erwin Bach chauffierte die Reporterin im SUV zum Anwesen an der Seestrasse. Ankunft dort um 14 Uhr – ganz den Vorgaben folgend, die ein Metallschild an der Pforte formuliert (und welche die «New York Times» auf deutsch wiedergibt): «Vor 12.00 Uhr bitte nicht läuten, keine Lieferungen.»

Lebensgrosse Pferdeskulptur

«New York Times» sei Dank, bekommt das Zürcher Lokalpublikum ein paar Impressionen aus dem Anwesen präsentiert, dessen Torflügel in aller Regel verschlossen und dessen Umgebungsmauern ziemlich hoch sind. Das Schlösschen an der Seestrasse namens «Château Algonquin», so die Reporterin, habe «cartoon palace energy», also die Wucht eines Disney-Palasts: von der Decke hänge eine lebensgrosse Pferdeskulptur, an der Wand ein Bild mit Turner als ägyptische Königin, im Salon würden vergoldete Louis-XIV-Sofas stehen.

Tina Turner 2015 beim Start der von ihr gesponserten Weihnachtsbeleuchtung in Küsnacht. Foto: Sabine Rock

Überhaupt sei das Anwesen reichlich gefüllt mit allerlei Objekten, Souvenirs und Nippes. Turner habe in ihrem Schloss viel Raum, und sie nutze diesen. Nichts bleibe eingelagert, alles stehe da. Und mittendrin steht sie: der 79-jährige Weltstar, gebürtige Amerikanerin aus Tennessee, inzwischen Schweizerin (seit 2013), inzwischen – nach dem Ende ihrer Schluss-Tournee vor zehn Jahren – im Ruhestand.

Der Vermieter auf dem Dachboden

Dabei, so schreibt die Reporterin aus New York, gebe es nur einen Haken mit Tina Turners Reich am Zürichsee: Es gehöre nicht der Sängerin. Sie sei hier nur eingemietet. Der Besitzer, laut «New York Times» ein Herr namens Kaspar, wohne auf dem Dachboden des Schlösschens und gebiete über das Bootshaus, auf das Tina Turner beim Rundgang durch den Algonquin-Park gemäss der Reporterin «sehnsuchtsvolle Blicke» werfe.

Denkbar, dass dieser Umstand das Gerücht erklärt, welches vor zwei Jahren kursierte. Damals hiess es, Turner sei an einer 40 bis 50 Millionen Franken teuren Villa in Triesen im Fürstentum Liechtenstein interessiert.

«Bärli»,
«Schatzi»
Erwin Bach, Ehemann von Tina Turner

Die Reportage führt durch die bewegten, schwierigen, erfolgreichen, traurigen, heiteren Jahre der Turner-Biografie – und schildert immer wieder Details aus dem Algonquin-Universum. So erfährt man, dass Erwin Bach seine Tina «Bärli» und «Schatzi» nennt. Die beiden feierten ihre Hochzeit im Sommer 2013 mit einer Grossparty im Küsnachter Schlosspark. Mit welchen Übernamen Turner ihren Gatten adelt, bleibt derweil im Dunkeln. (han)

Erstellt: 11.09.2019, 16:01 Uhr

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