Notfall in der Notaufnahme des Unispitals

Ein Feuer im Universitätsspital Zürich hatte die Notfallstation ausser Betrieb gesetzt. Die Reparaturarbeiten dauern an.

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Voraussichtlich bis heute Mittag dauern die Reparaturarbeiten in der Notaufnahme des Unispitals an. Dann soll die Station wieder in Betrieb gehen, wie der ärztliche Direktor Jürg Hodler gestern sagte. Die Patienten und Mitarbeiter der Notaufnahme hatten am Vormittag dramatische Momente erlebt. In einem Technikraum unter der Station war ein Feuer mit grosser Rauchentwicklung ausgebrochen. «Ein Worst-Case-Szenario für den Notfall», sagte Hodler. Behandlungen akuter Fälle mussten zwar keine abgebrochen, die Patienten aber innert kürzester Zeit verlegt werden. Dies betraf jene, die sich im Aufwachraum befanden. Plötzlich an einem anderen Ort wieder zu erwachen, sei «ein Stress für die Betroffenen gewesen», sagte Hodler.

Verletzte gab es wegen des Brandes nicht. Eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung untersucht. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr musste jedoch ins Triemlispital eingeliefert werden. Der Stress des Einsatzes hatte dazu geführt, dass der Mann zusammenbrach.

Zwei Abteilungen betroffen

Das Feuer beschädigte eine Hauptlüftungsleitung. Das setzte nicht nur die Notaufnahme ausser Gefecht, sondern auch die Abteilung der chirurgischen Poliklinik. Schwer verletzte Notfallpatienten werden seit gestern in einem provisorischen Schockraum behandelt.

Mittelschwere Fälle werden bis zur Wiedereröffnung der Notaufnahme direkt auf die entsprechenden Stationen überführt. «Es mussten keine Patienten abgelehnt werden», sagte Hodler. An einen ähnlichen Fall kann er sich nicht erinnern. Wie viele Notfallpatienten vom Vorfall betroffen sind, lässt sich nur schätzen. Täglich suchen durchschnittlich 120 Personen den Notfall auf. Beim Vorfall gestern seien alle Beteiligten sehr glimpflich davongekommen, so Hodler. (hub)

Erstellt: 28.10.2015, 11:12 Uhr

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