Prostituiertenmord im Dolder: Ex-Banker hat Tat gestanden

Er hatte die Leiche einer Prostituierten in seinem Weinkeller in Küsnacht versteckt. Jetzt hat der 47-jährige Ex-Anlagechef gestanden, die Polin getötet zu haben.

Hier soll die polnische Prostituierte getötet worden sein: Hotel Dolder auf dem Zürichberg.

Hier soll die polnische Prostituierte getötet worden sein: Hotel Dolder auf dem Zürichberg. Bild: Keystone

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Der 47-jährige Schweizer ist Mitte September in seiner Wohnung in Küsnacht verhaftet worden. In seinem Weinkeller stiess die Polizei auf die Leiche eines Callgirls aus Polen. Der frühere Banker und Anlagechef einer Pensionskasse landete in U-Haft. Im Dezember wechselte er in den vorzeitigen Strafvollzug, wie Staatsanwalt Hanno Wieser gegenüber der «Handelszeitung» bestätigt. «Der Beschuldigte ist geständig», sagt Wieser. «Er sagt, er habe die Person getötet.»

Die Tat sorgte für Schlagzeilen. Der 47-Jährige kannte das Opfer. In der Tatnacht soll er die in einem Bordell arbeitende Frau ins Zürcher Nobelhotel Dolder mitgenommen haben. Laut «Blick» schaffte er die Tote in einem Koffer aus dem Dolder und fuhr sie im Auto zu sich nach Hause. Laut Wieser ist der Fall bis auf das angeforderte psychiatrische Gutachten abgeschlossen. Eine Anklage könnte im Sommer erfolgen. Von Mord bis Totschlag ist noch alles möglich.

Im vorzeitigen Strafvollzug

Der Staatsanwalt bestätigt, dass der Täter kein Geld für einen eigenen Verteidiger habe. «Er sagte, er könne sich keinen Rechtsanwalt leisten, deshalb stellten wir ihm einen Pflichtverteidiger zur Seite.» Der von Amtes wegen eingesetzte Anwalt wollte nicht bestätigen, dass sein Klient ohne finanzielle Mittel dastehe. Dass dieser vorzeitig eine Strafe angetreten habe, sei kein Schuldeingeständnis.

(pu)

Erstellt: 11.03.2015, 15:50 Uhr

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