Radio Energy erwägt Dasein als Piratensender

Morgen verlangt die SP vom Regierungsrat, sich für eine Frequenz einzusetzen. Klappt das nicht, überlegt sich NRJ, von Frankreich aus zu senden.

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Die Zukunft als Piratenradio sei denkbar, schreibt die «Sonntagszeitung». Marc Walder von Ringier, dem Radio Energy zu 51 Prozent gehört, wolle prüfen, «ob Energy Zürich von Frankreich aus in die Schweiz eingespiesen werden kann». In Frankreich liegt der Sitz der europaweit tätigen NRJ-Gruppe, der die restlichen Aktien gehören.

Ausserdem will Radio Energy wie angekündigt Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht einreichen. Der Entscheid von Bundesrat Moritz Leuenberger ist nach Ansicht des Senders tendenziös begründet. Dass Radio Energy seine Akzente «eher auf boulevardeske Unterhaltung und trendige Soft-News» setze, anders als Roger Schawinskis Radio 1, seien doch keine objektiven, seriösen Kriterien, so Energy-Chef Dani Büchi zur «Sonntagszeitung».

Die SP wird im Zürcher Kantonsrat ein dringliches Postulat einreichen, wie die «Sonntagszeitung» schreibt. Der Regierungsrat soll sich auf Bundesebene für eine vierte UKW-Frequenz im Grossraum Zürich einsetzen. Damit könnte Energy weiter betrieben werden, obwohl die bestehende Frequenz nach der Konzessionsverfügung von Bundesrat Moritz Leuenberger im März 2009 entzogen werden soll.

Auch Nationalräte von FDP, SP und SVP wollen sich für die Rettung des Senders einsetzen.

Erstellt: 02.11.2008, 17:32 Uhr

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